Dunlop Art-Car 2009

Dunlop Art-Car in Le Mans

— 11.06.2009

Ferrari-Power mit deutschem Design

Wenn der Ferrari F430 des JMW-Motorsport-Teams in Le Mans um Bestzeiten kämpft, geht für Christian Baur ein Traum in Erfüllung. Das Design des Renners stammt aus der Feder des 29-jährigen Stuttgarters.

Le Mans – das ist die Mutter aller 24-Stunden-Rennen. Laut, chaotisch, bunt und gnadenlos. Wer es mit dem 13,88 Kilometer langen Circuit de la Sarthe aufnimmt, den kann in Sachen Motorsport nichts mehr aus der Ruhe bringen. Ständig wechselnde Fahrbahnbeläge (Teile der Strecke bestehen bis heute aus öffentlichen Landstraßen), technisch anspruchsvolle Passagen, kaum vorhersehbare Wetterverhältnisse und 54 ehrgeizige Konkurrenten machen jedem Team und jedem Fahrer das Leben schwer. Der Rest ist der ganz normale Fan-Wahnsinn. Längst wird das Umland der legendären Rennstrecke Jahr für Jahr zum Vergnügungspark für Motorsport-Fans umgebaut, kampiert wird sogar am Rand der nahen Autobahn. Mittendrin: Christian Baur aus Stuttgart. Der 29-jährige Schlacks steht fassungslos vor der Box von JMW Motorsport und stammelt: "Ich glaub ich träume. Hoffentlich wache ich nicht gleich vor dem Computer auf und alles war nur ein schöner Photoshop-Traum!".

180 Hobby-Designer reichten ihre Entwürfe ein

Kraftvoll und klar: Mit diesem Entwurf überzeugte Christian Baur die internationale Art-Car-Jury.

Doch was das englische GT2-Top-Team (seriennahe GT-Sportwagen) da aus der engen Garage rollt, ist ein echtes Le-Mans-Auto. Sein Le-Mans-Auto. Christian Baur hat das Design des Ferrari F430 entworfen und damit den Dunlop-Art-Car-Wettbewerb gewonnen. 180 Hobby-Designer aus ganz Europa versuchten sich an einem neuen Look für den Ferrari – aber nur der schwäbische Ingenieur konnte die internationale Jury komplett überzeugen. Jetzt steht er zusammen mit den JMW-Fahrern Rob Bell, Andrew Kirkaldy und Tim Sugden vor einem Rennwagen, dessen Design vor ein paar Wochen lediglich eine Datei auf seinem PC war. Eine von vielen. Denn Christian Bauer entwirft als passionierter "Skinner" regelmäßig Designs für Rennwagen, die dann in diverse Computer-Rennspiele integriert werden. Dass jetzt einer seiner Entwürfe beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans antritt, hat ihm nicht nur einen VIP-Trip nach Frankreich beschert, sondern auch sein Privatleben etwas durcheinander gebracht.

Für Le Man ließ Christian Baur sogar eine Hochzeit sausen

In Le Mens tritt das JMW-Team mit dem neu gestalteten Ferrari F430 an.

Denn eigentlich war Christian Baur bei einer Hochzeit eingeplant, für die seine Lebensgefährtin ihm nicht "frei" geben wollte. Einzige Ausnahme: Ein Sieg beim Dunlop-Art-Car-Wettbewerb. Jetzt muss die beste Freundin eben ohne den Stuttgarter heiraten. Der sammelt währenddessen Lob und jede Menge Trophäen ein. Modellautos, ein Kunstdruck und jede Menge Bilder. Die bei sich im Büro zu drapieren, könnte übrigens schwierig werden. Denn Christian Baur arbeitet als Ingenieur bei Porsche. Schöne Sport- und Rennwagen gibt es dort eigentlich genug. Baurs nächstes Projekt: seine Freunde an den Nürburgring einladen. Denn auch dort wird "sein" Ferrari unterwegs sein. Im Rahmen der Le-Mans-Series.

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