Dunlop Drivers Cup 2007

Dunlop Drivers Cup 2007 Dunlop Drivers Cup 2007

Dunlop Drivers Cup 2007

— 25.09.2006

Auf ins Abenteuer

Das Fieber steigt: Wer nach Marokko will, musste erst mal auf den Salzburgring – zur Final-Qualifikation des Dunlop Drivers Cup 2007.

Der Weg von Hanau nach Marrakesch führt über Österreich. Die Alpenrepublik wird zwar beim Finale des Dunlop Drivers Cup 2007 nicht durchquert, aber hier haben die Hanauer Reifenspezialisten die ersten Vorausscheidungen anberaumt. Auf dem Salzburgring kämpfen an drei Tagen rund 90 Bewerber um die begehrten Tickets für die Abenteuertour nach Afrika. Sie gehören zu den wenigen Auserwählten aus 25.000, die auch in diesem Jahr wieder dabei sein wollten.

Theorie büffeln: Ralf Flachbarth erklärt, worauf es ankommt.

Doch bevor die wuselige und aufgeregte Meute in den Nissan 350Z steigen kann, heißt es beim DDC traditionell Theorie büffeln. Wer am Ende seine nationale A-Lizenz in der Tasche haben will, soll schließlich auch wissen, wie man sich auf der Rennstrecke korrekt und sicher verhält, was die einzelnen Flaggen bedeuten und wie man verschiedene Kurven schnell durchfährt. Instruktor Ralf Flachbarth hat zwar augenzwinkernd versprochen, "richtig Zug in den Kurs" zu bringen, aber am Ende darf der mitunter knochentrockene Stoff dann durchaus Spaß machen. Das Ziel ist klar: Das Finale des Dunlop Drivers Cup im April 2007 – da nehmen es die Qualifikanten gerne in Kauf, noch einmal die Schulbank zu drücken.

Anders als in den acht Ausgaben zuvor ist diesmal der Fahrerlehrgang die einzige Hürde, die es zu nehmen gilt. Die Ausscheidungen im Offroad-Camp in Dieskau finden in diesem Jahr nicht statt. Aber das macht das Ganze nicht anspruchsloser. Schon im Morgengrauen des entscheidenden Tages merken es die Teilnehmer: Fitnesstraining in den Bergen mit Polar-Expertin Christiane Gensel ist angesagt. Das liegt nicht jedem, den Körper in Wallung zu bringen, bevor der Tag richtig begonnen hat. Aber am Ende ist eben auch entscheidend, ob man für die Rallye nach Afrika in der nötigen körperlichen Verfassung ist.

Dynamisch: Mit dem 350Z quer durch die Kurve – wenn man es kann.

Gute Kondition ist schon zwei Stunden später von Bedeutung. Man soll nicht meinen, der Nissan 350Z fährt wie von selbst um den Salzburgring. Im Renntempo bewegt, erfordert der japanische Sportler reichlich Arbeit am Lenkrad. Trotz Klimaanlage treibt das den Schweiß aus allen Poren. Und dazu kommt eine gehörige Portion Adrenalin. Für die meisten hier ist es die erste Erfahrung auf der Rennstrecke, also ist das Herantasten ans persönliche Limit didaktisch klug aufgebaut.

Die Instruktoren Markus Gedlich, Frank Schmickler und Tom Schwister haben den Kurs in den Bergen in drei Sektionen aufgeteilt, die immer und immer wieder durchfahren werden müssen, bis die Anbremspunkte und die Kurven richtig sitzen. Auf den ersten Blick scheint der Salzburgring keine großen Herausforderungen zu bieten, aber als bei den geführten Runden zum ersten Mal aus Tempo 210 vor der Memphis-Kehre angebremst wird, wächst der Respekt. Insgesamt ist das Niveau der Teilnehmer so hoch, dass die abschließende Bewertungsfahrt auch von den Instruktoren mit Spannung erwartet wird.

Die ersten vier Gewinner stehen fest

Aus den 30 Teilnehmern dieser Runde können sich nur vier qualifizieren: ein Zweierteam fährt für die BILD AM SONNTAG, das andere wird für den ADAC ins Finale gehen. Anspannung also beim Start zum entscheidenden Rennen. Bewertet wird die Dynamik der Fahrt, die Beherrschung des Fahrzeugs und der partnerschaftliche Umgang auf der Rennstrecke. Der Langsame lässt den Schnelleren bitteschön passieren. Ganz klar: Wer hier mit dem sprichwörtlichen Messer zwischen den Zähnen fährt, ist so gut wie raus – Rundenzeiten sind nicht interessant, Teamgeist umso mehr.

Gewinner: Daniel Tiesler, Carsten Reich, Nadine Huber und Markus Hinzen fahren nach Marokko.

Nach jeweils drei atemberaubend schnellen Rennen steht die Entscheidung fest: Nadine Huber und Markus Hinzen (Team BILD AM SONNTAG) sowie Carsten Reich und Daniel Tiesler (Team ADAC) werden im April 2007 dabei sein, wenn der Dunlop Drivers Cup in Hanau Richtung Marokko aufbricht. Für Carsten Reich vollkommen unglaublich: "Das hätte ich niemals erwartet. Wahnsinn." Nur wenig verhaltener fällt die Freude bei Markus Hinzen aus, auch wenn er noch mit einem kleinen Problem zu kämpfen hat: Gerade erst hatte er seinen Arbeitgeber gewechselt, die Sache mit dem Urlaub könnte schwierig werden. Für die Qualifikation am Salzburgring hat sich sein Chef immerhin schon mal als echter Motorsport-Fan erwiesen ...

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