Dunlop Drivers Cup Finale 2007 (Teil 2)

Dunlop Drivers Cup Finale 2007 (Teil 2) Dunlop Drivers Cup Finale 2007 (Teil 2)

Dunlop Drivers Cup Finale 2007 (Teil 2)

— 17.04.2007

Action auf dem Rundkurs

Da brennt der Asphalt: 28 Finalisten des Dunlop Drivers Cup nehmen den Hockenheimring unter die Räder des Nissan 350Z.

Das Finale des Dunlop Drivers Cup 2007 nimmt Fahrt auf: Nach dem verhaltenen Beginn beim Prolog in Hanau steht am zweiten Tag Motorsport in Reinkultur auf dem Programm. Und das nicht irgendwo, sondern dort, wo seit 1932 Renngeschichte geschrieben wird. Auf dem Programm steht der Hockenheimring, auf dem mit Michael Schumacher 1995 zum ersten Mal ein Deutscher den Grand Prix von Deutschland gewonnen hat.

Mensch oder Maschine? Zwei Finalisten und ihr Sportgerät.

Doch erst einmal schweigen die Motoren der Nissan 350Z. Der Asphalt des traditionsreichen Kurses soll schon knapp nach dem ersten Hahnenschrei um sieben Uhr mit dem Joggingschuh umrundet werden. Mal davon abgesehen, dass das ein fast noch besserer Fitmacher ist als die morgendliche Dusche, lernen die Finalisten so auch schon mal die Strecke kennen. Aber Vorsicht: Was per Pedes mit Vollgas funktioniert, erfordert mit einem 300-PS-Sportler etwas mehr Gefühl in den Füßen. Schließlich ist das Geschwindigkeitsniveau dann doch deutlich höher – bei der Anfahrt zur Spitzkehre stehen im Nissan deutlich mehr als 200 km/h auf der Uhr. Selbst der schnellste Läufer im Feld, Profi-Triathlet Kai Hundertmarck, schafft das nicht annähernd.

Das Einzige, was alle wollen: Fahren, fahren, fahren.

Aber es heißt ja auch Drivers und nicht Runners Cup. Also ab in die Autos. Was alle hier schon aus den Vorausscheidungen kennen, wird jetzt endlich auch im Finale vom Traum zur spektakulären Realität aus Gummi- und Benzingeruch. Da ist der Adrenalinspiegel trotz der frühen Stunde schon ziemlich hoch. Das ist es, warum sie alle hier sind: Fahren, fahren, fahren – am liebsten so schnell es geht. Und sobald die Räder rollen, machen sich Gefühle breit, die am besten mit den Worten der beiden amerikanischen Teams zu beschreiben sind: "A dream comes true!" Bei den deutschsprachigen Wettbewerbern geht das noch kürzer: "Geil!"

Hinhören ist Trumpf: Wer den Instruktoren folgt, hat's leichter.

Bevor es aber mit Vollgas um die Kurve gehen kann, gibt es das übliche – und sehr nützliche – DDC-Prozedere. Das nennt sich "guided fahren" und bedeutet nichts anderes als langsame Runden drehen – und zwar hinter den drei Instruktoren Danny Pfeil, Ralf Flachbart und Wolfgang Drabiniok. Übungsrunden, bei denen sich das Tempo sukzessive steigert. Am Ende geht es im Renntempo um den Kurs. Gut, dass hier fast nur Profis fahren. Und die müssen sich, bevor es um Wertungspunkte auf dem heißen Asphaltband geht, erst einmal durch klassische Motorsportbürokratie kämpfen. Wer sich nicht bis 14 Uhr bei der Rennleitung eingeschrieben hat, wird auch nicht zur Punktejagd zugelassen. Alle 28 Teilnehmer schaffen es natürlich ziemlich pünktlich ...

Verbissener Kampf um den Tagessieg: 14 Teams geben Gas.

Nach einem ausführlichen Briefing fällt die Startflagge, und für die Protagonisten des neunten Dunlop Drivers Cup rückt der vielbeschworene Teamspirit ein wenig hinter den unbändigen Drang, den rechten Fuß in Richtung Boden zu drücken. Nicht, dass sie sich wirklich ans Blech gehen, aber mit dem Rennen wird der "Winner of the Day" ermittelt. Ein Titel, der das Team, das ihn trägt, für einen Tag als temporären König der Veranstaltung ausweist. Die Ehre muss am Ende geteilt werden. Auf dem ersten Platz die beiden amerikanischen Teams USA I und II, dahinter auf Platz drei die Niederländer.

Und das Rennen ist nicht die letzte Challenge des Tages: Nach der Vollgas-Orgie auf der Rennstrecke gilt es auf der Autobahn den Wagen im Rahmen der strengen deutschen Straßenverkehrsordnung zu bewegen. Wer geblitzt wird, riskiert Punktabzug – wenn es herauskommt. Die abendliche Abschlussfahrt geht über rund 100 Kilometer vom Hockenheimring nach Kornwestheim in die Nähe des schwäbischen Glutofens Stuttgart. Dort werden die Wagen auf den DB-Autozug verladen. Die Strecke bis ins französische Narbonne gehört der Schiene: Ruhe für die Autos, Ruhe für die Fahrer – runterkommen. Und nach dem Aufwachen in einem ganz anderen Land geht es dann auf eine neue Rennstrecke. Die Details dazu finden Sie im dritten Teil des DDC-Tagebuchs, die besten Bilder aus Hockenheim gibt es schon heute in der großen Bildergalerie.

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