Dunlop Drivers Cup Finale 2007 (Teil 3)

Dunlop Drivers Cup Finale 2007 (Teil 3) Dunlop Drivers Cup Finale 2007 (Teil 3)

Dunlop Drivers Cup Finale 2007 (Teil 3)

— 18.04.2007

Mireval-Masters

Auf der Dunlop-Teststrecke kann man nicht nur Reifen entwickeln, sondern auch schön abfliegen. Und die Tücken der Physik kennenlernen.

Ach, so eine Nacht im DB-Autozug, da kann man was erleben. Irgendwie erinnert das alles an den legendären Film "Mord im Orient-Express" – mit dem Komfort eines passablen Hotels und der Raumaufteilung einer Forschungsstation im Weltall. Kein Witz: Manche Abteile haben sogar sehr brauchbare Badezimmer mit Duschen. Das Schlafen an Bord indes ist nicht jedermanns Sache.

Da bleibt kein Auge trocken: wilder Drift mit dem Nissan 350Z.

Bei manchem Teilnehmer mag das nicht nur an der Schienenführung der Strecke, sondern auch an den Auswirkungen der kleinen Party im Speisewagen gelegen haben. Ein amerikanischer Journalistenkollege liegt allerdings so tief in Morpheus Armen, dass seine Begleitung nach unzähligen Versuchen, ihn zum Öffnen der Tür zu bewegen, am Ende auf dem Fußboden bei Team USA III schlafen muss. Je nach nächtlicher Aktivität mehr oder weniger ausgeruht kommt der Tross nach knapp 14 Stunden Zugfahrt im französischen Narbonne an. Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung von 100 Kilometern bis zum Dunlop-Testgelände in Mireval. Heute auf dem Programm: Fahren, was sonst? Aber ganz anders als gestern auf der Grand-Prix-Strecke. Da war es trocken, heute macht Dunlop seine Driver nass. Oder besser: ihre Sportgeräte. Auf der Strecke steht das Wasser, auf den Stirnen der Protagonisten auch. Nicht einfach, den 350Z durch enge Kurven zu manövrieren, wenn die Straße nicht den gewohnten Grip bietet.

Aber das ist nicht die einzige knifflige Übung der "Mireval Masters" getauften Wertungsprüfung. Auch die "normale" Rennstrecke hat es in sich. Spätestens hier merken die Finalisten, dass sie in einer wirklich anspruchsvollen Motorsportveranstaltung gelandet sind. Touristenfahrten sehen jedenfalls anders aus. Und die sengende Sonne über der französischen Mittelmeerküste tut ihr übriges, um aus den kleinen japanischen Rennwagen wahre Brutkästen zu machen. Im Rennfieber hilft auch die Klimaanlage nicht viel.

Start frei und Vollgas: Shootout auf dem Dragstrip.

Teil drei der Aufgaben am heutigen Tag ist etwas, das jeder von der Zufahrtsstraße einer x-beliebigen Großraumdisko kennen dürfte: ein Beschleunigungsrennen, oder – international formuliert – ein "Shootout auf dem Dragstrip". Shootout deshalb, weil hier Fahrer gegen Fahrer gefahren wird. Wer den rollenden Start verpasst, ist so gut wie ausgeschieden, Verschalten macht die Hoffnung auf den Sieg ebenso gründlich zunichte. Bonus für die vier besten Teams in dieser Disziplin: Sie fahren am frühen Abend noch einmal um wertvolle Gesamtwertungspunkte.

Am Ende eines wieder mal langen, spannenden und vor allem heißen Tages stehen die Sieger fest: Auf dem ersten Platz der Tageswertung landen die Holländer vor den Teams USA I und USA III. Für die Gesamtwertung ergibt sich damit folgende Reihenfolge auf dem Zwischenstandspodest: USA I vor den Holländern und USA II. Aber auch für die restlichen elf Teams ist noch alles drin. Morgen geht es weiter – im Dunlop Drivers Cup Finale 2007 und mit dem Tagebuch. Die besten Bilder aus Mireval gibt es in der Bildergalerie.

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