Dunlop Drivers Cup Finale 2007 (Teil 7)

Dunlop Drivers Cup Finale 2007 (Teil 7) Dunlop Drivers Cup Finale 2007 (Teil 7)

Dunlop Drivers Cup Finale 2007 (Teil 7)

— 23.04.2007

Sonnige Aussichten

Langsam wird es spannend im Finale: Beim vorletzten Wettbewerb geht es auf die Kartbahn. Fehlt eigentlich nur noch die Sonne.

Kennen Sie dieses Lied? "Die Sonne scheint bei Tag und Nacht – el viva, Espana ..." Gelogen! Nachts kann die Sonne schon aus astronomischen Gründen nicht scheinen, und Ende April ist das mit dem wolkenlos brennenden Zentralgestirn auch alles andere als eine sichere Sache. Während in Deutschland Kaiserwetter herrscht, haben die Finalisten des Dunlop Drivers Cup vor zwei Tagen die Sonnenmilch gegen Selbstbräuner getauscht. Am Ende glauben die Leute zu Hause noch, die ganze Sache wäre wie die Mondlandung irgendwie gestellt und die Teilnehmer niemals in Andalusien gewesen.

Auch bei grauem Himmel ein Spaß: die Teams beim Boxenstopp.

Mitnichten! Der Dunlop Drivers Cup ist absolut real und eine ganz harte Sache, ob die Sonne scheint oder nicht. Mittlerweile haben die 14 Teams fast 3000 Kilometer in den Knochen, und davon ist jeder einzelne deutlich zu spüren. Da hilft selbst ein netter Tag auf der Finca wenig, sich wieder einigermaßen in Form zu bringen. Dabei wäre es so nötig: Die letzten beiden Rennen stehen unmittelbar bevor, dann ist der Sieger ermittelt. Wer jetzt patzt, hat jede Chance auf den Titel verspielt. Und gerade beim Kartrennen entscheidet die Fitness über gute Rundenzeiten.

Das Wetter scheint schon mal mitzuspielen: Wolkenverhangener Himmel wie in den vergangenen Tagen, dazu Temperaturen um die 15 Grad. Das verspricht selbst beim härtesten Fight kühlen Fahrtwind im Rennoverall. Aber, wie gesagt, das spanischen Wetter lässt in diesen Tagen keine Kapriole aus. Pünktlich zum Start der heutigen Challenge an der Outdoor-Kartbahn zeigt der Himmel blaue Flecken, die Sonne brennt zumindest partiell, und der Selbstbräuner kann wieder nach ganz hinten in die Kulturtaschen geräumt werden.

Innen vorbei: Das DDC-Kartrennen bietet großen Sport.

Aber was schert es eigentlich einen echten Dunlop Driver, wenn sich die Bedingungen ungünstig verändern? Als würde hier irgendeiner Tempo rausnehmen, weil es irgendwie zu warm ist. Regen wäre doch viel schlimmer, und der Fahrtwind kühlt dann doch ganz gut. Es geht um Punkte, es geht um Platzierungen, und nicht zuletzt geht es um den Spaß, den das absolut unverfälschte Rennerlebnis im Kart vermittelt. Das hier ist ganz großer Sport, den Streckensprecher Wolfgang Drabiniok mit seinen Sprüchen auf Weltniveau hebt. Der Mann ist halt Profi, arbeitet "im richtigen Leben" als Sprecher am Nürburgring. Für ihn scheint es keinen Unterschied zu machen, ob er ein 24-Stunden-Rennen oder die Action auf der spanischen Kartbahn kommentiert.

Sechs Gewinner: USA III vor Deutschland und der Schweiz.

Wieso auch? Es gibt zwei Qualifikationen à 35 Minuten, bevor es am Ende über ermüdende 50 Minuten um den Tagessieg geht. Da zählt neben einer gehörigen Portion Fahrtalent vor allem die Ausdauer eines Triathleten. Der, der zufällig im Feld ist, kann heute an die gute Form der "Bike and Run"-Challenge anknüpfen. Kai Hundertmarck und Guido Simon landen am Ende auf dem zweiten Platz. Wie alle anderen müssen sie aber wieder einmal einem amerikanischen Team den Sieg überlassen. Mann, lässt es USA III hier fliegen. Ganz klar, die wollen den Drivers Cup nach Übersee holen. Auch wenn USA I durch einen geschlossenen Benzinhahn gebremst wird und USA II nicht richtig zurechtkommt.

Auf den ersten drei Plätzen der Gesamtwertung liegen vor dem Grande Finale in Ascari USA III vor Deutschland und USA II. Die Konstellation verspricht gehörig Spannung. Mehr dazu gibt es im nächsten Teil des Tagebuchs.

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