Dunlop in der DTM

Dunlop in der DTM

Dunlop in der DTM

— 10.06.2004

Nachwuchs weiter auf Erfolgskurs

74.000 begeisterte Zuschauer auf dem Lausitzring – und ein trauriger Sieger Gary Paffet, der nachträglich disqualifiziert wurde.

Harter, aber fairer Zweikampf

Mehr als 74.000 Zuschauer erlebten in der Lausitz beim vierten DTM-Start der Saison ein Rennen der Extraklasse. Rundenlang duellierte sich der Schwede Matthias Ekström auf Audi A4 mit dem Niederländer Christijan Albers auf Mercedes-Benz C-Klasse um ein Platz zwei. Ein harter, aber fairer Zweikampf talentierter Nachwuchsfahrer, die als die "Jungen Wilden" bereits von sich reden machten.

Davon unbeeindruckt fuhr der dritte Youngster, der Brite Gary Paffett, ebenfalls auf Mercedes-Benz sein Rennen souverän zu Ende und passierte als Erster die Ziellinie. Bitteres Nachspiel: Weil Paffett in der Auslaufrunde ohne Benzin liegenblieb und nicht mehr die vorgeschriebene Mindestmenge Sprit für die technische Überprüfung an Bord war, wurde er nachträglich disqualifiziert.

So erbte der Ekström den Sieg. Zusammen mit Albers stellten die beiden wieder einmal die Performance der Dunlop-Rennslicks unter Beweis. Ekström hatte aus renntaktischen Gründen extrem früh seinen zweiten Reifenstopp eingelegt, so dass der 24-Jährige weit mehr als die halbe Renndistanz mit einem Reifensatz absolvieren musste.

"Kein Problem", rapportierte der Youngster im Ziel – auch wenn der Eurospeedway Lausitz als eine der anspruchsvollsten Strecken für den Reifen im Kalender gilt. Glücklich war im Ziel auch Laurent Aiello, der beste Opel-Pilot. Der Franzose attestierte dem Vectra "absolute Podiumsfähigkeit" und freute sich über eine "perfekte Ballance" – auch dank der Unterstützung der Dunlop-Ingenieure.

Debüt für die Mini Challenge

Die hatten gleich doppelt auf dem Lausitzring zu tun, denn hier debütierte zugleich die Mini Challenge. Die brandneue Serie, wie die DTM exklusiv von Dunlop mit Rennslicks vom Typ SP Sport Maxx ausgestattet, bringt 200 PS starke und fast 230 Stundenkilometer schnelle Mini Cooper S Works an den Start. Dabei setzen die Organisatoren der Serie auf einen Mix aus erfahrenen Profi-Rennfahrern und prominenten Gaststartern.

Die Plätze auf dem Podium waren naturgemäß für die Piloten mit Erfahrung reserviert. Ex-DTM-Pilot Thomas Jäger holte sich den ersten Sieg in der Geschichte der Challenge, Steve Abold – zuvor im Alfa 147 Cup aktiv – holte sich Rang zwei und Lokalmatador Ronny Melkus (Sohn der DDR-Rennsportlegende Ulli Melkus) aus Dresden komplettierte das Siegertrio.

Ein fehlerfreies Debüt in der Mini Challenge bot Cora Schumacher. Die Ehefrau von Formel-1-Pilot Ralf Schumacher (BMW-Williams) überholte gleich mehrere Konkurrenten und erreichte das Ziel auf Platz 18. "Der erste Rennstart meines Lebens war ganz schön aufregend", sagte die Blondine im Ziel. "Ich war während des ganzen Rennens in Positionskämpfe verwickelt, das war richtig klasse."

Der Saisonauftakt zur Mini Challenge war das erste von insgesamt sieben Rennwochenenden. Einer der Höhepunkte folgt gleich am nächsten Wochenende: Da sind die Mini auf der Nordschleife im Rahmen des 24-Stunden-Rennens zu Gast.

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