Dunlop-Training

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— 06.07.2004

Profi-Tipps für sportliche Fahrer

Wie fahre ich schnell und sicher? Ex-Rennfahrer-Ass Danny Pfeil bringt Teilnehmer beim Dunlop Drivers Cup auf die Überholspur.

Hände in der richtigen Position am Steuer

Fahren kann jeder, aber kann auch jeder fahren? Beim Dunlop-Fahrertraining erfahren viele ihre Grenzen. Denn neben dem Wissen für den täglichen Straßenverkehr geht bei diesem Lehrgang darum, was sportliches Fahren ausmacht. Schnell, aber sicher lautet die Devise bei Fahrinstruktor Danny Pfeil. Hier gibt der Ex-Rennprofi den Lesern von autobild.de exklusiv die fünf wichtigsten Tipps für sportliches Fahren.

"Eine simple aber wichtige Lehre für die Teilnehmer im Dunlop Drivers Cup betrifft das Lenken", betont Instruktor Danny Pfeil. Der 36-Jährige weiß, wovon er spricht. In seiner aktiven Zeit als Rennfahrer griff er in Formel 3, Porsche Carrera Cup und Supertourenwagen ins Lenkrad: "Die klassische Position der Hände am Lenkrad ist die Viertel-vor-Drei-Position." Denn nur wenn beide Hände in der Waagerechten des Lenkrades greifen, entsteht der beste Spielraum für Lenkbewegungen. Wer die Hand lässig oben auf dem Lenkrad ruhen lässt ("Zwölf-Uhr-Position") nimmt sich beim sportlichen Fahren selbst die Bewegungsfreiheit.

Innere Ruhe und kühlen Kopf bewahren

Der zweite Knackpunkt für Sportfahrer betrifft die innere Ruhe. Besonders für junge Fahrer eine echte Gewissensprüfung, wenn die Routine für Auto und Verkehr noch nicht so da ist. Pfeil: "Je schneller man fährt, desto ruhiger und kontrollierter muss man agieren." Denn kontrollierte und gefühlvolle Bewegungen sind gefordert, wenn Einlenk- und Auslenkpunkt in einer Kurve genau getroffen werden sollen, um auf Ideallinie zu bleiben.

"Hektik und Aggression sind die Feinde schnellen Fahrens", warnt der Instruktor. Das zeigt sich dann besonders auf der Rennstrecke, wenn pure Konzentration gefordert ist: "Wer eine Kurve anbremst und mit Geschwindigkeit hineinlenkt, der muss genau wissen, was er tut." Und diese Lehre nimmt jeder Autofahrer mit nach Hause – schließlich gilt auch im Alltagverkehr ruhiges und konzentriertes Fahren als beste Unfallversicherung der Welt.

Grenzbereiche der Fahrphysik erkennen

Nur mit der nötigen Konzentration lässt sich beim Sportfahrertraining auch im wahrsten Sinne des Wortes "erfahren", was Grenzbereiche sind. "Das Ignorieren physikalischer Gesetze ist bei ungeschulten Fahrern ein häufiger Fehler", stellt der Ex-Profi fest. "Aber ein Kilometer Geschwindigkeit kann den Unterschied zwischen sicherem Fahren und Übersteuern bedeuten." Deshalb lernen die Cup-Teilnehmer auch, sich Grenzbereichen des Fahrverhaltens langsam anzunähern.

"Auf der Rennstrecke kann man sozusagen unter Laborbedingungen feststellen, welch enormen Unterschied ein paar Stundenkilometer ergeben können." Und auch deshalb bietet das Sportfahrer-Training eine wichtige Basis für sicheres Fahren im Alltag: Wer einmal auf der sicheren Rennstrecke erlebte, dass fahrphysikalische Grenzbereiche eine knifflige, aber kontrollierbare Angelegenheit sind, der wird auch im normalen Straßenverkehr in Zukunft immer eine Sicherheitsreserve mit einkalkulieren.

Nicht Popometer gegen Elektronik tauschen

"Ein beliebter Irrglaube betrifft die Elektronik in modernen Fahrzeugen. Die Annahme, dass mit fortschrittlicher Elektronik und Technik eine 100-Prozent-Kontrolle möglich wäre, ist falsch", sagt Danny Pfeil. Denn ABS, ESP und Co. hebeln nicht physikalische Gesetzte aus. "ESP hilft einem Fahrer vielleicht dabei, den Heckausbruch bei einem übersteuernden Fahrzeug besser zu kontrollieren.

Aber wer viel zu schnell in eine Kurve hineinfährt, der wird es trotzdem mit einem untersteuernden Fahrzeug zu tun bekommen", schildert Pfeil eine beliebte Übungssituation beim Fahrtraining. Nach zehn Jahren als Instruktor auf der Rennstrecke weiß er, dass der Fahrer stets Gefühl für eine Situation haben muss – das so genannte Popometer muss ihn warnen: "Elektronik bietet mir als Fahrer gute Informationen über mein Fahrzeug und ist in manchen Situationen durchaus hilfreich. Aber es ersetzt nicht Voraussicht, sicheres Agieren und schnelles Reagieren."

Auf Sicherheit bei Schnelligkeit setzen

Der zentrale und eindringlichste Tipp des langjährigen Rennfahrers betrifft das alte, aber nicht altmodische Motto "Safety First". Denn sportliches Fahren bedeutet nicht nur schnell, sondern auch sicher unterwegs sein. Bei den Lehrgängen im Rahmen des Dunlop Drivers Cup werden die Teilnehmer mit Helm und Renn-Overall ausgerüstet. Geschlossene Seitenscheiben und – selbstverständlich – angelegte Sicherheitsgurte werden immer wieder kontrolliert.

Das gehört immer dazu, denn die Dunlop-Sportfahrer-Lehrgänge werden streng nach den Bestimmungen des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) durchgeführt. Geprüfte Instruktoren wie Danny Pfeil und seine Kollegen vermitteln das Wissen für den Erwerb der Rennlizenz "National A". Wer erfolgreich teilgenommen hat, kann eine offizielle Fahrer-Lizenz beantragen. Vorher muss der Fahrer Talent auf der Rennstrecke beweisen. Schnell, aber sicher – wer sein Trainingsgerät in die Leitplanke setzt, fliegt auch aus der Wertung.

Gefahren wird mit Opel Speedstern, auf die sportliche Highend-Reifen Dunlop Sport Maxx aufgezogen sind. "Nur so ist es auf der Rennstrecke möglich, Extremsituationen einmal selbst kontrolliert zu erleben und damit äußerst sportlich zu fahren", sagt Pfeil. Wer danach auf der Landstraße unterwegs ist, wird deshalb um so mehr darauf achten, Sicherheitsreserven zu schafft, um die er sich im Lehrgang nicht sorgen musste. Die Bewerbungsfrist für die Dunlop Sportfahrer-Lehrgänge läuft noch bis 31. Juli 2005. Für die Teilnahme kann sich jeder Führerscheininhaber bewerben. Teilnahmeformulare gibt es im Reifen-Fachhandel oder direkt bei Dunlop!

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