Bundesrat kritisiert Gesetzentwurf für E-Autos

Privilegien für Elektroautos Privilegien für Elektroautos Privilegien für Elektroautos

E-Autos: Bundesrat kritisiert Gesetzentwurf

— 10.11.2014

"Kaum zu realisieren"

Der Bundesrat hält es für unrealistisch, das bis 2020 eine Million E-Autos auf die deutschen Straßen gebracht werden können. Die Kritik an der Regierung ist deutlich.

Umfrage

'Sollen E-Autos Busspuren benutzen dürfen? '

Der Bundesrat sieht den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Förderung elektrisch betriebener Fahrzeuge kritisch. Das bisher formulierte Ziel, im Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen, sei mit den bislang vorgelegten Programmen "kaum zu realisieren", heißt es ungewöhnlich deutlich in einer Stellungnahme. Der vorliegende Gesetzentwurf scheine nicht in der Lage zu sein, in der Breite eine verstärkte Nachfrage nach Elektrofahrzeugen zu erreichen. Aus Sicht der Länder sei es zur Schadstoffreduzierung im Straßenverkehr zudem erforderlich, die Elektrifizierung des öffentlichen Personennahverkehrs verstärkt zu fördern. Auch seien Carsharing-Fahrzeuge zu privilegieren, die aufgrund ihrer hohen Nutzerfrequenz besonders umweltfreundlich sind. Der Bundesrat machte auch darauf aufmerksam, dass insbesondere gewerbliche Fahrzeugflotten für die erste Phase der Markteinführung von Elektrofahrzeugen von strategischer Bedeutung seien. Er bitte die Bundesregierung daher, einen Fokus auf dieses Segment zu legen und kurzfristig Anreize zur Umstellung dieser Fahrzeugflotten zu erarbeiten. Die Länder betonten zudem, dass sie die vorgesehene Kennzeichnung von Elektrofahrzeugen mit neuen Nummernschildern für unnötig aufwändig, teuer und nutzerunfreundlich halten. Die Bundesregierung wird sich in den nächsten Wochen mit den Anregungen des Bundesrates auseinandersetzen. Anschließend berät der Deutsche Bundestag darüber. Der Bundesrat hatte sich bereits im November letzten Jahres mit einem eigenen Gesetzentwurf für eine verbesserte Förderung von Elektrofahrzeugen eingesetzt, war aber bisher bei der Bundesregierung auf taube Ohren gestoßen.

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.