Nach Kaufprämie: die beliebtesten E-Autos

E-Autos: Kaufprämie, Förderung und Antragsformular

Alles zur Kaufprämie für Elektroautos

Künftig lohnen sich privat genutzte Dienstwagen mit Elektro- oder Hybrid-Antrieb stärker als reine Verbrenner. Alle Infos zu Steuern, zum Umweltbonus samt Rangliste der geförderten Modelle!

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(dpa/cj/cr/lhp/brü) Ab dem 1. Januar 2019 erhalten Elektro- oder Hybrid-Autos, die als Dienstwagen privat genutzt werden, einen Steuervorteil gegenüber Verbrennern. Das beschloss das Bundeskabinett am 1. August 2018 und brachte damit die im Koalitionsvertrag angekündigte Steuererleichterung für E-Autos und Plug-in-Hybride auf den Weg. Vorgesehen ist, dass bei passenden Dienstwagen 0,5 Prozent des Listenpreises im Monat statt der üblichen ein Prozent versteuert werden müssen. Die Regelung gilt für Autos, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Dezember 2021 gekauft oder geleast würden. "Damit wollen wir den Anteil von Elektro- und Hybridfahrzeugen in Deutschland beschleunigen", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Tatsächlich könnte die neue Regelung eine erhebliche Erparnis für Dienstwagennutzer bedeuten. So müsste ein Tesla Model S 70 (Neupreis ca. 75.000 Euro) noch mit rund 375 Euro im Monat versteuert werden, für einen VW E-Golf mit 116 PS wären kaum mehr als 180 Euro fällig.

E-Auto-Prämie verliert an Popularität

Die Kaufprämie zur Förderung von Elektromobilität in Deutschland ist offenbar nur wenigen Kunden bekannt. Während die Zahl der verkauften E-Autos und Hybridfahrzeuge laut KBA im April kräftig anstieg, wurden immer weniger bezuschusst. Lediglich 2863 Anträge auf den Umweltbonus wurden beim zuständigen BAFA gestellt, der niedrigste Wert seit Juni 2017. Insgesamt wurden seit Einführung im Juli 2016 genau 60.412 Förderprämien beantragt. Davon entfielen 35.053 auf Elektroautos (4000 Euro), 25.342 auf Plug-in-Hybride (per Kabel oder Induktion aufladbare E-Autos mit Verbrennermotor, 3000 Euro) und 17 auf Brennstoffzellenfahrzeuge (4000 Euro). Spitzenreiter bei den Herstellern der bezuschussten Fahrzeuge ist BMW (11.702), es folgt VW (9930) vor Smart (7472), Renault (7273) und Audi (5301). In der Modell-Rangliste überholte der VW eGolf den auf Platz fünf liegenden BMW 225xe. In der Galerie oben finden Sie die gefragtesten Modelle mit Kaufprämien-Förderung. Interessieren Sie sich für den Umweltbonus im Bereich Elektromobilität? Hier geht es zum Online-Antragsformular. Weiter unten beantworten wir alle Fragen zum Prozedere.

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Dauer der Steuerbefreiung verlängert

Neue Erleichterungen bei der Kfz-Steuer sollen den Verkauf von Elektroautos ebenfalls voranbringen. Die Steuerbefreiung gilt mittlerweile für zehn Jahre, das bezieht sich auf neue wie auch für umgerüstete E-Fahrzeuge. Die Steuervorteile sind Teil eines  Maßnahmenpakets der Bundesregierung, zu dem neben der Kaufprämie auch ein geplanter Aufbau von 100.000 neuen Strom-Ladestellen gehört. AUTO BILD beantwortet alle wichtigen Fragen zur Kaufprämie:

Was sind die wichtigsten Fakten?

4000 Euro gibt es bei Kauf oder Leasing eines reinen E-Autos. Wer ein Hybridfahrzeug (Elektro- und Verbrennungsmotor) kauft, der erhält eine als "Umweltbonus" umschriebene Prämie von 3000 Euro. Die Kosten des Förderprogramms von 1,2 Milliarden Euro, das der E-Mobilität zum Durchbruch verhelfen soll, teilen sich Bund und Autohersteller je zur Hälfte. Zu Start der Aktion erhoffte die Bundesregierung den Kauf von "mindestens 300.000 Fahrzeugen" anzuschieben, die Prämie reicht für 300.000 bis 400.000 Fahrzeuge.

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Wo kann ich die Kaufprämie beantragen?

Wie schon die Abwrackprämie für Altautos 2009 verwaltet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Auszahlung der Prämie.

Wer darf einen Antrag stellen?

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine, auf die ein Neufahrzeug zugelassen wird. Die Zulassung muss nach dem 18. Mai 2016 erfolgt sein.

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Wird der Kauf aller Elektroautos gefördert?

Es gibt die Prämie nur für Modelle mit einem Listenpreis von maximal 60.000 Euro fürs Basismodell. Eine Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge gibt es hier, sie wird bei Bedarf erweitert.

Wie kommt man als Autokäufer an die Prämie?

Anträge für die Prämien können online beim BAFA gestellt werden. "Schnell, voll elektronisch und sicher" verläuft die Abwicklung laut BAFA-Chef Arnold Wallraff, nicht auf dem Schriftweg. 

Welche Unterlagen sind nötig? 

Wer die Prämie bekommen will, muss eine Rechnungskopie vom Autohändler sowie den Zulassungsnachweis auf den Antragsteller (Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief) vorlegen. Dafür hat man einen Monat Zeit nach Eingang des Antrags beim BAFA. Achtung: Um die 2000 Euro Bonus vom Staat für einen reinen Stromer oder 1500 Euro für einen Hybrid-Wagen zu bekommen, muss auf der Rechnung vom Autohändler stehen, dass der Hersteller eine Prämie in selber Höhe vom Netto-Kaufpreis bereits abgezogen hat. Die Dokumente können beim Antrag als Kopie hochgeladen werden.

Wie lange läuft das Programm?

Die Förderung hat eine befristete Laufzeit bis maximal 30. Juni 2019. Es gilt: Wer zuerst kommt, kassiert zuerst. Sind die geplanten 1,2 Milliarden Euro abgerufen, ist das Programm vorbei. Vermutlich reicht das Geld für 300.000 bis 400.000 E-Autos und Hybride.

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Welche Hersteller beteiligen sich?

Die deutschen Autobauer wie Volkswagen, Daimler und BMW sind dabei, aber auch viele ausländische Hersteller. So beteiligen sich Citroen, Hyundai, Kia, Mitsubishi, Nissan, Peugeot, Renault, Toyota und Volvo. Einzelne Anbieter wollen sogar auf die Prämien noch einen Zuschlag drauflegen, um E-Auto-Kunden anzulocken.

Woher kommt das Fördergeld?

Finanziert wird der Stromer-Anschub über den Energie- und Klimafonds. Das ist ein Sondertopf beim Bundesfinanzministerium, der im Zusammenhang mit der Energiewende eingerichtet worden war. 

Für wen lohnt sich ein Elektroauto?

Stromer sind vor allem eine Alternative für Autofahrer, die relativ viel Kurzstrecke fahren und über eine Lademöglichkeit verfügen – idealerweise eine eigene Garage mit Wallbox oder zumindest eine Ladestation um die Ecke. Und: Sie sollten Idealisten sein, denn auch mit Prämie sind Elektroautos meist teurer als vergleichbare konventionell angetriebene Modelle. Zwar gilt laut einer Auswertung der Management-Consultants Horváth&Partner, dass die Energiekosten je Kilometer bei einem Verbrenner trotz niedriger Ölpreise um den Faktor 2,4 höher sind als bei einem reinen E-Auto. Doch muss man wirklich viel fahren, um das wieder reinzuholen: Selbst mit 4000 Euro Höchstprämie bleibe ein Großteil der E-Modelle bei den Kosten pro Kilometer deutlich teurer als Benziner oder Diesel, heißt es skeptisch beim ADAC. Sollten die Spritpreise dagegen deutlich anziehen, ist es aber denkbar, dass sich der höhere Anschaffungspreis im Laufe eines Autolebens amortisiert.

E- und Hybridautos in Deutschland

Neben dem vermutlich steigenden Ölpreis gibt es aber noch einen weiteren Aspekt, der E-Autos in naher Zukunft finanziell attraktiver machen dürfte: Branchenexperten gehen davon aus, dass der Preis für die Auto-Akkus drastisch sinkt und sich bis 2020 sogar mehr als halbiert. Damit lägen rein batterieelektrisch angetriebene Fahrzeuge 2018 ohne Rabatte oder sonstige Kaufanreize preislich zwar noch über einem vergleichbaren Benziner, die niedrigeren Kraftstoff- und Wartungskosten würden dies jedoch ausgleichen – mit Prämie wären die E-Autos ab 2018 günstiger als Diesel und Benziner!

Warum hilft der Staat den Autokonzernen?

Die Autoindustrie ist eine deutsche Schlüsselbranche mit 800.000 Arbeitsplätzen und 370 Milliarden Euro Jahresumsatz. Daher unterstützt der Staat die Autobauer, damit sie den Anschluss an Zukunftstechnologien wie E-Mobilität oder autonomes Fahren nicht verpassen.
AUTO BILD zeigt, wie viel E-Autos und Hybridfahrzeuge abzüglich einer Kaufprämie kosten würden (Stand: April 2017).

E-Autos und Plug-in-Hybride: Das bringt die Kaufprämie

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