Test: E-Bikes zum Mitnehmen

Test: E-Bikes zum Mitnehmen

E-Bike: Klappräder

Die kannste einpacken

Falträder und Kompakträder werden immer beliebter – und lassen sich gut im Auto oder in der Bahn mitnehmen. Welche E-Bikes sind empfehlenswert?
Moderne Falträder und Kompakträder mit Elektromotor haben viele Vorzüge. Für einen möglichst mühelosen Transport machen sie sich klein, verschwinden elegant im Kofferraum des Autos, lassen sich in der Bahn mitnehmen und erklimmen dank E-Motor auch giftige Steigungen. Genau wie normal große E-Bikes erfreuen sie sich wachsender Beliebtheit, das Angebot wird immer größer. Unsere Kollegen von BIKE BILD haben deshalb vier Klappräder und acht Kompakträder auf alle wesentlichen Kaufkriterien untersucht. Statt auf möglichst großen Unterstützungsfaktor oder hohes Durchschnittstempo – wie bei normal großen E-Bikes entscheidend – haben sie dabei lieber auf Komfort, Handhabung und Gewicht geachtet.

U-Bahn-Test: Dass sich ein E-Faltrad gerade bei Städtetrips gut überallhin mitnehmen lässt, ist ein
sehr wichtiger Faktor.

Auffällig bei den vier E-Faltbikes ist nämlich das (zu) hohe Gewicht. Keines wiegt unter 20 Kilo. So einen Brocken in den Kofferraum zu wuchten oder in die Bahn mitzunehmen, ist kein Vergnügen – das kann und müsste leichter gehen. Die Industrie sollte darum besser kleinere Akkus und Motoren verbauen. Denn in der Regel werden diese Räder eher für Kurztrips als für Langstreckentouren genutzt. Ob ein Kompaktrad die bessere Wahl sein kann, zeigt sich im Test. Die Ergebnisse dazu finden Sie unten in den Tabellen. Weitere Infos zu Stärken und Schwächen gibt es in der Bildergalerie.

Test: E-Bikes zum Mitnehmen

E-BikeE-BikeE-Bike

Falträder
Hersteller Tern Torrot Hercules Germanxia
Modell Vektron Citysurfer Rob Fold Mobilmaster Touring
Wertung (max. fünf Punkte)
Design 4/5 2,5/5 3,5/5 2/5
Fahrspaß 4/5 4/5 5/5 1/5
Reichweite 1,5/5 4/5 2/5 5/5
U-Faktor Tour 4,5/5 4/5 3/5 2,5/5
Ø-Tempo 5/5 4/5 1/5 3/5
Antriebsgeräusche 3/5 2,5/5 3,5/5 1/5
Akku/Kosten 4,5/5 5/5 5/5 3,5/5
Summe (Sterne) 26,5 26 23 18
Platz 1 2 3 4
Fazit Lange Faltrad-Erfahrung zahlt sich aus. Das Tern ist zwar teuer, aber auch gut gemacht. Besonders Klappmechanismus, Verstellungen und das Packmaß überzeugen. Das Torrot holt sich den zweiten Rang mit gutem Packmaß, fairem Preis, viel Fahrspaß und guten Akkukonditionen. Der Hinterradmotor sorgt für ein lebendiges Fahrgefühl. Größter Nachteil des Hercules ist die Lenkstange. Sie lässt sich nicht klappen und macht das Rob Fold zu sperrig für enge Stauflächen. Ansonsten eine saubere Vorstellung. Billig-Bike mit keinen nennenswerten Vorzügen. Unharmonischer Antrieb, laute Geräusche und klobiges Design können nicht überzeugen.

Kompakträder
Hersteller Prophete Hartje i:SY Klever Hymer
Modell Navigator Caravan DrivE S8 ZR Q Comfort E-Bike by Flyer
Wertung (max. fünf Punkte)
Design 2,5/5 3,5/5 2,5/5 3/5
Fahrspaß 4/5 5/5 3/5 3,5/5
Reichweite 3,5/5 1,5/5 1,5/5 2/5
U-Faktor Tour 3/5 3,5/5 1/5 2,5/5
Ø-Tempo 3,5/5 4/5 5/5 3/5
Antriebsgeräusche 3/5 2,5/5 5/5 4/5
Akku/Kosten 4,5/5 3,5/5 5/5 4,5/5
Summe (Sterne) 24 23,5 23 22,5
Platz 1 2 3 4
Fazit Glückwunsch, das günstigste Bike wird Testsieger. Konservativ gestaltet und solide konstruiert, bietet es viel Fahrfreude, wird nicht zu laut und hat keine echten Schwächen. Das schicke, aber auch teure Hartje macht vieles richtig und landet mit hauchdünnem Rückstand auf Rang zwei. Es fährt stark und lässt sich gut verstauen. Kleines Packmaß, geringe Geräusche und gute Akkukonditionen sprechen fürs Klever. Toller Fahrkomfort durch Vollfederung. Schwach beim Gewicht. Ein Bike für Individualisten. Mit Flyer hat Hymer einen guten Lieferanten. Das Bike zum Wohnmobil sieht ansprechend aus, ist leise und vermittelt viel Fahrfreude. Der Preis ist selbstbewusst.
Hersteller Winora Kalkhoff Riese & Müller Knaus
Modell Radius Tour Sahel Comp. Impulse Tinker City BESV
Wertung (max. fünf Punkte)
Design 3,5/5 4,5/5 3,5/5 1/5
Fahrspaß 4,5/5 5/5 4/5 3,5/5
Reichweite 2/5 2,5/5 1,5/5 1/5
U-Faktor Tour 4/5 3,5/5 3/5 5/5
Ø-Tempo 2/5 1/5 1,5/5 4/5
Antriebsgeräusche 1/5 3,5/5 2,5/5 1/5
Akku/Kosten 4,5/5 1/5 4,5/5 5/5
Summe (Sterne) 21,5 21 20,5 20,5
Platz 5 6 7 7
Fazit Der laute Yamaha-Motor wirft das Winora zurück. Auch Packmaß und Bedienung könnten besser sein. Überzeugend dagegen bei Fahrgefühl und Design. Tolles Allround-Bike mit hohem Fun-Faktor. Nur die fehlende Akkugarantie – Kalkhoff gibt nur Gewährleistung – und das zu große Packmaß verhindern eine bessere Platzierung. Schade! Optisch ähnlich dem Winora, geht Riese & Müller bei der Funktionalität des Lenkers eigene Wege. Das Bike fährt sich flott und stabil. Der Mittelmotor dürfte leiser sein. Einziges Carbonrad im Test, darum leichter als der Rest. Aber auch teurer. Außerdem laut und beim Fahreindruck nur durchschnittlich. Immerhin gutes Packmaß.
E-Bikes bei Amazon

Tern Vektron S10

Preis: 3349,00 Euro

GermanXia Mobilmaster

Preis: 799,00 Euro

Prophete Navigator

Preis: 874,00 Euro

I:SY DRIVE S8

Preis: 3199,00 Euro

Winora Radius Plain

Preis: 1990,00 Euro

Kalkhoff Sahel Compact

Preis: 1999,00 Euro

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Gebrauchtwagen