E-Klasse/A5/IS 250C: Cabrio-Vergleich

— 24.03.2010

In der E-Klasse blüht uns was

Der erste direkte Vergleich des neuen Mercedes E-Klasse Cabrio mit den Luftschlössern von Audi A5 und Lexus IS 250C. Kann der Benz neue Bestmarken setzen? "Test the best", Teil 3.
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Von Tomas Hirschberger Vorfreude: eine Emotion, die durch die Erwartung eines künftigen positiven Ereignisses gekennzeichnet ist. Der Lenz kommt. Bei wem es jetzt noch nicht kribbelt, dem müssen wir wohl erst noch die Winterhornhaut von der Seele kratzen. Kein Problem: Dächer auf, Gas geben und ganz tief den Frühling inhalieren. Haben wir für Sie schon mal vor den Toren Roms erledigt. Ein internationales Team von AUTO BILD-Chefredakteuren ließ die Hüllen fallen. Saison eröffnet! Premieren-Ausfahrt mit dem neuen E-Klasse Cabrio von Mercedes und seinen Konkurrenten von Audi und Lexus. Nur ein erster Schnupper-Test, noch ohne vergleichbare Motorisierungen.
Test the Best: Teil 1 (Luxuslimousinen) und Teil 2 (Kleine Knaller)
Ein Cabrio wie eine Burg: Die offene E-Klasse wirkt äußerst solide.
Ein Cabrio wie eine Burg: Die offene E-Klasse wirkt äußerst solide.
Doch den Charakter dieser drei viersitzigen Luft-Schlösser, den bekommt man bei so einem "Himmelfahrtskommando" schneller mit, als sich Wolken vor die Frühlingsonne schieben können. Nehmen wir den neuen Mercedes. Ein unglaublich solides Stück Cabrio. Typ Freiheitsstatue. Steif, als hätten sie ihm Eisenbahnschwellen druntergelötet. 120 Kilo schwerer als das E-Coupé, von dem es abgeleitet ist – und trotzdem flink auf den Beinen wie der Jüngling auf dem Wege zum ersten Rendezvous. Meint auch Tito Klein aus Spanien: "Diese Dynamik hätte ich ihm nicht zugetraut." Wir auch nicht. Doch da muss der Stuttgarter in einem Luftzug mit dem (ebenfalls enorm steifen) A5 Cabrio genannt werden. Mag sein, dass dessen Ruder die Straße eine Spur direkter abtastet. Aber der Spagat zwischen Komfort und Dynamik, der gelingt dem Mercedes besser. Kollege Lexus hat dagegen eine Art Ginseng-Gen im Blech, ein rollendes Allheilmittel gegen Hektik. Nein, ein Gleitmittel. Wo andere Stabis einbauen, scheinen die Japaner Wattestäbchen zu benutzen.
Der Lexus IS 250C ist einzige Testkandidat mit Stahl-Klappdach
Großes Kino: Das Stahl-Klappdach des Lexus vollführt ein schönes mechanisches Ballett.
Großes Kino: Das Stahl-Klappdach des Lexus vollführt ein schönes mechanisches Ballett.
No sports. Einfach laufen lassen – am besten über babypopoglatte US-Highways. Auf Rumpelpisten zittern die Passagiere schon mal mit der Karosserie um die Wette. "Eine enttäuschende Konstruktion", notiert Jarmo Markkanen aus Finnland. Irgendwie hat er recht, denn auch das ganze Innenraum-Design scheint von gestern. Super verarbeitet, aber auch – gähn – langweilig. Natürlich ist es großes Kino, wenn der IS 250C seinen Metallhut zieht, ihn surrend mithilfe von 15 Motoren in den Kofferraum faltet. Hightech-Origami. Aber, sorry, wo ist der Vorteil gegenüber den Jungs mit Stoffkapuze? Wenn Dachdecker so professionell arbeiten wie bei Mercedes und Audi, benötigt kein Mensch ein solch schweres Metalldach, schon gar nicht bei Viersitzern. Die daunendeckendicken Stofflaken können nichts schlechter. Sie schlucken Geräusche genauso gut und ziehen sich im Gegensatz zum Metallkäppi einfach eleganter und platzsparender zurück.
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Pflegetipps fürs Cabrio
Bei geschlossenem Verdeck gleicht der Lexus-Kofferraum einer kleinen Turnhalle, offen passen gerade noch Ballerinas rein. Kommen wir nun zu den Punkten, die jedem Puristen Pickel auf der Cabrioseele wachsen lassen. Ich nenne sie mal "die Weichmacher". Audi hat so was. Einen Nackenföhn. Unter uns: herrlich. Kostet allerdings mindestens 1385 Euro, weil man stets Sportsitze und Sitzheizung dazubestellen muss. Mercedes hat den Puster auch, aber im Paket mit dem neuen Windschott-System Aircap (1250 Euro). Es besteht aus einem auf Knopfdruck (bis 160 km/h) ausfahrbaren Windabweiser im Scheibenrah men und einem Windschott zwischen den Rücksitzen. Dieses vernetzte Duo reduziert Verwirbelungen und Geräusche im Innenraum so effektiv, dass man bis weit über 200 Sachen entspannt offen fahren kann – genial. Schon allein darauf können wir uns freuen.
Fahrzeugdaten Audi Lexus Mercedes
Motor Vierzylinder, Turbo V6 V6
Ventile/Nockenwellen 16/2 24/4 24/4
Hubraum 1984 cm³ 2500 cm³ 3498 cm³
kW (PS) bei 1/min 155 (211)/4300 153 (208)/6400 215 (292)/6400
Nm bei 1/min 350/1500 252/4800 365/3000
Getriebe Sechsgang Sechsstufenautomatik Siebenstufenautomatik
Antrieb Vorderrad Hinterrad Hinterrad
Länge/Breite/Höhe 4325/1854/1383 mm 4635/1800/1415 mm 4698/1786/1402 mm
Kofferraum 320–380 l 165–420 l 300–390 l
Bremsen vorn/hinten Scheiben/Scheiben Scheiben/Scheiben Scheiben/Scheiben
Testwagenbereifung 225/50 R 17 Y 225/40 – 255/40 R 18 Y 235/45 – 255/40 R 17 W
Reifenhersteller Dunlop SP Sport 01 Bridgestone Turanza Continental SportContact 3
Abgas CO2 159 g/km 219 g/km 208 g/km
Verbrauch* 9,1/5,4/6,8 l 13,1/7,1/9,3 l 12,9/6,6/9,0 l
Tankinhalt 65 l/Super 65 l/Super 66 l/Super
0–100 km/h 7,5 s 9,0 s 6,8 s
Vmax 241 km/h 210 km/h 250 km/h
Leergewicht 1630 kg 1805 kg 1790 kg
Leistungsgewicht 10,5 kg/kW 11,8 kg/kW 8,3 kg/kW
Preis ab 43.300 Euro ab 49.650 Euro ab 58.072 Euro
*innerorts/außerorts/gesamt auf 100 km

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titok,
29.04.2010 15:07Uhr
Ist es realistisch, diese Fahrzeuge mit der divergierenden Motorisierung zu vergleichen? Daraus resultiert geradlinig auch ein Preisunterschied, der ja laut Autobild eintscheidend sei... Was ist zudem mit anderen Marken? Ich meine nicht die Nischenanbieter, sondern z.B. BMW??? Eintrag melden
Billig statt Hochwertig!,
28.04.2010 16:18Uhr
Bild 25: Bei den Audi sehen die Pedalen aus, wie beim Toyota Aygo.
Richtig Billig!
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Piotr della Pizza,
31.03.2010 22:56Uhr
soll man(n) EUCH wirklich ernst nehmen? 99% von euch Pausenclowns haben wirklich von nichts eine Ahnung. Fliegt nach Malle. Da gehört ihr hin...... Eintrag melden
happyfrühjahr,
29.03.2010 17:09Uhr
Ein sehr gutes Cabrio ist der Astra 1,8T Twin Top Cosmo, sehr Stabil und gut verarbeitet, super Preis/Leistungsverhältnis ,ferner der der Jaguar XK ebenfalls Steif in der Karosserie und super in der Verarbeitung, haben wir beide in der Familie. Der Lexus ist ein fahrende nichtssagende veralterte Gummiwurst , da war mein Alfa Spider von 1986 stabiler, der Alfa hatte zudem einen tollen 2,0 Liter Motor und eine elegante Silhouette, Der MB ist das typische Rentnerauto und an dem Audi wird sich jeder für flott haltende Beamte schadlos halten. Eintrag melden
Keins von allem.,
29.03.2010 14:29Uhr
Und, welchen Wagen würdet ihr nehmen? Eintrag melden
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Von Tomas Hirschberger
foto_klein foto_gross Drei Cabrios, zwei Offenbarungen – und einer, der das ganz gelassen nimmt. Den Lexus musst du genießen, nicht fordern. ...
Drei Cabrios, zwei Offenbarungen – und einer, der das ganz gelassen nimmt. Den Lexus musst du genießen, nicht fordern. Steifigkeit und Motor sind nicht dolle. A5 und E-Klasse können das besser und sind sich recht ähnlich. Top verarbeitet, supersteif, dynamisch, Dachdeckerarbeiten vom Feinsten. Welchen nehmen? Die Entscheidung fällt beim Geschmack, aber auch zwischen Daumen und Zeigefinger, beim Preis.
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