Elektroauto-Rallye e-miglia

Bilder: Elektroauto-Rallye e-miglia 2011 Bilder: Elektroauto-Rallye e-miglia 2011

e-miglia 2011: Elektro-Rallye

— 04.08.2011

Lautlose Pioniere

Sie ist die leiseste Rallye der Welt und bietet Zukunft statt Tradition. Mehr als 30 E-Autos surren bei der e-miglia von München nach St. Moritz zum zweiten Mal durch die Alpen. Ein Erlebnisbericht.

31 Fahrzeuge fahren im August 2011 bei schönstem Sommerwetter in vier Tagen über 800 Kilometer von München nach St. Moritz und passieren dabei die Großglockner-Höhenstraße. Das klingt nach gemütlichem Kurzurlaub mit geselligen Picknick-Einlagen. Wäre es auch, wenn unter der Motorhaube ein Benzin- oder Dieselmotor werkeln würde. Den sucht man aber vergebens. Die bunte Truppe aus Kleinstwagen, Sportflitzern und Selbstbau-Gefährten treibt ein Elektromotor an, der seine Power aus einer Batterie zieht.

Übersicht: Hier geht es zu den Greencars

Luxus-Stromer bevorzugt: Den Tesla Roadster nutzen  bei der e-miglia gleich acht E-Pionierteams zum Durchstreifen der Alpen.

Die e-Protagonisten: C-ZERO, Electric RaceAbout, E-Mini, E-M3, eRuf, i-MiEV, iOn, Jetcar, Mega Van, Nissan Leaf, Raleigh Dover, Smart, Stromos, Tesla, Think, Tazzari, Twike. Namen, die man sich kaum merken kann, die aber den Weg bereiten für den größten Umbruch in der Automobilgeschichte. Weg vom Öl, hin zum Strom. Nahezu geräuschlos huschen die teils skurrilen, teils völlig unauffälligen
E-Botschafter von Ladestation zu Ladestation, die sich in so großen Abständen auf der Alpen-Strecke befinden, dass jeder Fahrer eine Strategie verfolgen muss, wenn er nicht mit leerer Batterie liegen bleiben will: "Gas" geben nur wo nötig und möglichst oft "rekuperieren" – das heißt bergab und beim Bremsen Energie zurückgewinnen und glücklich beobachten, wie der grüne Balken im Energie-Display wieder breiter wird.

Lesen Sie auch: So lief die Mille Miglia 2011

Nur die 100.000 teuren Serien-Tesla mit ihren 7500 Laptop-Akkus im Heck packen 300 Kilometer und mehr ziemlich locker. Und das bei Bedarf im Posche-Turbo-Sprint mit der Geräuschkulisse einer sanft zischenden Kaffeemaschine. Hier kämpft ein Haufen von Idealisten für die große Sache der Elektromobilität, was eigentlich Sache der großen Automobilhersteller wäre. Die halten sich aber vornehm bis peinlich zurück und überlassen die Pionierarbeit scheinbar den Privatiers.

Autor: Dirk Vincken

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.