E-Wolf e-1 und e-2

E-Wolf e-1 und e-2

— 28.09.2009

Elektro-Attacke aus dem Sauerland

Tesla im Visier: Die Mini-Manufaktur Wolf aus dem Sauerland bringt den e-1 ans Netz und zum Händler. 2011 soll der e-2 folgen. 250 km/h schnell, 900 Kilo schwer – und so teuer wie ein Ferrari.

Der E-Wolf e-1 gehörte sicher zum Skurrilsten, was die IAA 2009 zu bieten hatte. Der Carbon-Renner mit nur einem Sitz wirkt wie eine Mischung aus Kampflugzeug und Zigarre, hat keine echte Frontscheibe und fordert dem Fahrer einen Helm ab. Dafür wiegt die Carbonhülle des e-1 weniger als 200 Kilo, selbst komplett mit Lithium-Ionen-Akkus bestückt bringt der Elektro-Renner nur knapp 500 Kilo auf die Waage. Der Lufteinlass hinter dem Fahrer wirkt wie eine Haifischflosse, an der Front prangt wie zum Zuschnappen bereits das Logo – natürlich in Form eines Wolfs-Kopfes. Unter dem Carbon-Kleid trägt der Wolf eine Crashbox aus dem Formel-Sport.

150.000 Euro für echtes High-Tech

Schnickschnack gibt es hier nicht, alles am e-1 ist schlicht.

Der kleine Wolf kann zupacken:  Mindestens 230 km/h sind möglich, in weniger als fünf Sekunden geht es auf 100 km/h. Dafür braucht die Rennzigarre aus dem Sauerland bescheidene 150 PS aus dem Elektromotor an der Hinterachse, wie bei E-Motoren üblich liegt das maximale Drehmoment von 250 Newtonmeter bereits ab dem ersten Zucken des Gasfußes an. Das Getriebe hat nur eine Stufe, Schaltpausen entfallen. Durch den Carbon-Alu-Mix der Karosserie ist der e-1 extrem verwindungssteif. Innen geht es ausgesprochen spartanisch zu, zwei LED-Displays informieren den Fahrer über das Nötigste. Wolf hat angeblich bereits zehn Vorbestellungen vorliegen, zum Stückpreis von 150.000 Euro wechselt der e-1 den Besitzer. Eine Straßenzulassung ist angestrebt, bei gemächlicher Gangart soll der Elektro-Wolf immerhin 300 Kilometer weit kommen.

2011 soll der e-2 im Revier von Ferrari und Co wildern

Der e-2 spielt in einer anderen Liga, soll Ferrari und Co schrecken – trotz E-Antrieb.

Doch der Unternehmer aus Neuenrade will noch einen draufsetzen: 2011 soll der e-2 folgen, ein Zweisitzer mit viel mehr Power. Statt einem Motor treiben den e-2 gleich vier E-Motoren (einer pro Rad) an, jeder 136 PS stark. Zusammen muss der Allradler ein Drehmoment von etwa 1000 Newtonmeter mit Hilfe aufwändiger Software in Vortrieb umsetzen – bei einem Kampfgewicht von 900 Kilo. 250 km/h Spitze verspricht Wolf, elektronisch abgeregelt. So wie der Fünf-Meter-Renner aussieht, dürfen es auch ein paar km/h mehr sein, das Potenzial hat er auf jeden Fall, sagt Wolf-Sprecher Kai Schönenberg.

Preislich bei Ferrari und Co

Denn im Gegensatz zum aalglatten e-1 habe die Designer beim Zweisitzer jede Zurückhaltung verloren: Der 1,20 Meter flache Renner setzt auf einen Mix von glatten Flächen und zahlreichen Sicken, die Windschutzscheibe zieht sich weit nach hinten. Heckscheibe? Fehlanzeige! Ein fetter Grill mit drei Lufteinlässen, weitere Lufteinlässe vor den Hinterrädern und ein großer Diffusor hinten machen den  e-2 auch optisch zum Chefdynamiker. Auch hier soll eine Akkuladung für etwa 300 Kilometer reichen, zudem sollen sich die Batterien mit einem Schnellladeverfahren in nur 30 Minuten wieder auffüllen lassen. Auch beim Preis gibt der e-2 den Supersportler. Schönenberg wird nicht konkret, sagt aber, der Sauerland-Renner wird sich bei den Flitzern von Ferrari oder Lamborghini einsortieren.







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