Teilekauf auf E-Bay

Ebay: Pro und Kontra

— 11.05.2011

Ebay: Schund oder Schnäppchen?

Internet-Auktionen, darüber lässt sich hervorragend streiten: Gibt es nur noch Abzocker und Oberspießer bei Ebay? Oder kann man es doch noch finden, das ganz große Schnäppchen-Glück?

"Bei vielen Auktionen ist der Käufer der Dumme",
findet Hendrik Dieckmann.

Drei, zwei, eins – Schrott! So lassen sich meine Erfahrungen mit dem Online-Auktionsportal auf den Punkt bringen. Statt an einen virtuellen Marktplatz denke ich dabei eher an eine Mülldeponie, eine andere Einschätzung lässt die Qualität meiner ersteigerten Artikel leider nicht zu. Von lebensgefährlich verformten Alurädern bis zu total verrosteten Motorradgabeln kann ich ein ganzes Gruselkabinett an Teilen vorweisen, alle angeblich einwandfrei mit leichten Gebrauchsspuren.

Kundenservice: Fehlanzeige

Redakteur Hendrik Dieckmann.

Vom Portal selbst ist dabei keine Hilfe zu erwarten. Wie auch, denn Kundenservice existiert dort ebenfalls nur virtuell. Und wer es wagt, sich tatsächlich durch eine Unzahl vorgefertigter und unpassender Fragen und Antworten zu wühlen, wird anschließend wochenlang um Feedback gebeten: Waren Sie mit dem Kundenservice zufrieden? Doch wie kann ich mit einem Kundenservice zufrieden sein, der auch in nachgewiesenen Betrugsfällen den Account eines zwielichtigen Verkäufers nicht sperrt? Natürlich hatte der Schurke auch gute Bewertungen. Genau 98,1 Prozent positiv. Weil er dauernd Ein-Euro-Artikel wie "Unterhose, getragen, fast neu" mit seiner Freundin hin und her schachert – bis jetzt 150-mal. Doch das teure Motorteil, das ich dringend brauchte, war natürlich Schrott. Deshalb kaufe ich nur noch real, wo ich die Sachen vorher in die Hand nehmen und dem Verkäufer in die Augen sehen kann.

Redakteur Bernd Volkens.

"Wo sonst kann ich unendlich viele Autoträume leben?"
fragt Bernd Volkens.

Gibt es bei Regenwetter einen schöneren Zeitvertreib, als entspannt am Rechner zu sitzen und durch absurde Fahrzeugangebote zu surfen? Autos jenseits jeder Vernunft, nur einen Knopfdruck von der heimischen Garage entfernt. Meine Lieblingsrubrik: sonstige Marken. Hier tummelt sich alles, was nicht zwischen Alfa Romeo und Wiesmann einzusortieren ist – ein Exoten- Wühltisch im Internetkaufhaus. Und es kribbelt so schön in den Fingern, wenn sich der Cursor-Pfeil aufs blaue Bieten-Feld schiebt. Zum Glück ruft meine Vernunft (oder meine Freundin) im letzten Moment: "Nein!" Jedenfalls meistens. Zwischendurch erwischt es mich dann doch: eine alte BMW 80/7, ein 280er-Mercedes. Beide ganz ordentlich erhalten und zum fairen Preis. Natürlich nicht ohne Vorbesichtigung.

Händler-Gewährleistung nutzen

Wer blind kauft, ist selbst schuld, aber das gilt ja nicht nur für Online-Auktionen. Fotos und Beschreibungen erzählen auch bei Kleinanzeigen oft nur die halbe Wahrheit. Verkäufer neigen bei der Zustandsbeschreibung gern zur Über- und bei der Mängelaufzählung zur Untertreibung – na und? Kann man alles checken. Richtig Geld sparen lässt sich beim Ersatzteilkauf, für mich eine echte Alternative zu A.T.U und Co. Hier lohnt sich der Preisvergleich. Allerdings kaufe ich die Teile bei gewerblichen Anbietern, meist als Sofortkauf. Vorteil: Die Händler müssen Gewährleistung geben. Und die Herkunft der Teile lässt sich bei Schundware zurückverfolgen.

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