Anklage zugelassen: Ecclestone muss vor Gericht

Ecclestone: Anklage zugelassen

— 16.01.2014

Bernie muss vor den Kadi

Seit dem Prozess gegen BayernLB-Chef Gribkowsky im Jahr 2012 wiegelt Bernie Ecclestone alle Vorwürfe ab. Geholfen hat's nicht: Das Landgericht München hat die im Juli 2013 gegen ihn erhobene Anklage jetzt zugelassen.

(dpa/jb) Formel 1-Chef Bernie Ecclestone muss sich wegen des Verdachts der Bestechung eines ehemaligen Vorstandes der Bayerischen Landesbank vor Gericht verantworten. Das Landgericht München hat die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen den 83-jährigen Briten zugelassen, sagte Gerichtssprecherin Margarete Nötzel am Donnerstag, 16. Janaur 2014. Der Prozess beginnt voraussichtlich Ende April. Als Angeklagter in einem Strafprozess muss Ecclestone dann persönlich vor Gericht erscheinen. Ecclestone soll beim Verkauf der Formel-1-Anteile der BayernLB im Jahr 2006 von dem zuständigen Bankvorstand Gerhard Gribkowsky 66 Millionen Dollar Provision kassiert und ihm dann 44 Millionen Dollar heimlich zurückgegeben haben. Damit wollte Ecclestone nach Ansicht der Staatsanwaltschaft erreichen, dass Gribkowsky die Formel 1 an seinen Wunschinvestor verkauft. Gribkowsky wurde wegen der Annahme des Geldes 2012 zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Ecclestone hat den Banker "ins Verbrechen geführt"

Ecclestone hat die Bestechungsvorwürfe stets bestritten und versichert, er habe "nichts Illegales" getan. Der Vorsitzende Richter Peter Noll hatte bei der Urteilsverkündung gegen Gribkowsky allerdings gesagt, Ecclestone habe den Banker "ins Verbrechen geführt". Auch den Prozess gegen Ecclestone wird Nolls Strafkammer führen.

Ecclestone will angeblich Nürburgring kaufen

Unter der Woche war eine andere Meldung mit dem Namen des F1-Bosses an die Öffentlichkeit gelangt: Laut "Wirtschaftswoche" und "Handelsblatt" soll Ecclestone ein Gebot auf den zum Verkauf stehenden Nürburgring abgegeben haben. Dies wurde vom Sprecher des Ring-Sanierungskonsortiums, Pietro Nuvoloni, auf Nachfrage folgendermaßen kommentiert: "Wir können offiziell nichts bestätigen und uns zu einzelnen Bietern nicht äußern." Die Entscheidung über einen Verkauf soll noch im ersten Quartal 2014 fallen – bevor der Bestechungs-Prozess am Landgericht München startet.

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