Edag "Light Car Sharing": Autosalon Genf 2011

Edag Light Car (2011) Edag Light Car (2011)

Edag "Light Car Sharing": Autosalon Genf 2011

— 24.02.2011

Konzept für die Zukunft

Zulieferer Edag bleibt am Ball: Statt eines reinen Autos setzt Edag jetzt auf ein Mobilitäts-Konzept. Ein Elektroauto, das nur dann gemietet wird, wenn es auch gebraucht wird. Gezeigt wird es auf dem Genfer Autosalon 2011.

Das Edag Light Car beschäftigt uns bereits seit 2009: Da stellte der Zulieferer erstmals das Light Car vor, eine Studie, die neben einem Elektroantrieb auch ungewöhnliche Lichteffekte zum Besten gab. 2010 fokussierte sich Edag auf die Gewichtsreduzierung des Versuchsträgers. Jetzt folgt auf dem Autosalon Genf 2011 Stufe drei. Das Unternehmen aus Fulda hat aus der Studie ein ganzes Mobilitäts-Konzept abgeleitet. "Edag – Light Car Sharing" nennen die Entwickler ihr Konzept: "Ein elektroangetriebenes Fahrzeug, das jeder mieten möchte, aber keiner kaufen muss", heißt es in der Erklärung zum Auto. Das sieht ein wenig aus wie eine rollende Reklametafel vom Times Square in New York und informiert den Nutzer über seinen Status, indem es in großen Lettern "Rent me" (Miete mich) oder "Reserved" (Reserviert) auf den Boden projiziert.

Überblick: Die Stars auf dem Autosalon in Genf 2011

Werbung auf der Heckklappe, die gleichzeitig als Einstieg dient: das Edag Light Car geht eigene Wege zur Mobilität.

Dabei muss ein potenzieller Nutzer des Car Sharing-Projektes natürlich nicht erst zum Edag Light Car pilgern, um zu sehen, ob es auch verfügbar ist. Über sein Smartphone oder das Internet kann er das Auto buchen, mögliche Standorte lokalisieren und den Ladezustand abrufen. Das Light Car hat Platz für bis zu sechs Personen. Zwei Schiebetüren und eine riesige Heckklappe sollen den einfachen Zugang in das 1,90 Meter hohe Fahrzeug ermöglichen. Der ungünstige cw-Wert ist hier laut Edag für ein Stadtfahrzeug eher eine zu vernachlässigende Größe ebenso wie die Reichweite und die Höchstgeschwindigkeit, die bewusst auf 100 Kilometer und 100 km/h ausgelegt wurden. Für die Außenhautteile sind Faserverbundwerkstoffe und leichte Kunststoffteile vorgesehen. Durch eine Modulbauweise lassen sich Anbauteile wie die Stoßfänger und selbst innen verbaute Komponenten wie Sitze schnell und kostengünstig auswechseln.

Rückblick: Edag Light Car auf dem Genfer Salon 2010

Ein Display und ein Blinkerhebel, mehr gibt es im Cockpit nicht. Deshalb soll die Bedienung besonders einfach sein.

Innen sind hinten Klappstühle in einer Reihe verbaut, damit sich der Laderaum schnell und unkompliziert nutzen lässt. Und auch das Cockpit setzt auf einen gewissen Minimalismus, um die Bedienung so einfach wie möglich zu machen. Neben Gas, Bremse und Lenkrad findet der Kunde lediglich einen Hebel vor, um den Blinker zu bedienen. Als einziges Anzeigeelement dient ein Display, das Informationen wie Geschwindigkeit, Ladezustand, Reichweite und Navigation zur Verfügung stellt. Heizung, Scheibenwischer oder Licht werden automatisch über Sensoren gesteuert. Zusatzfunktionen wie Entertainment oder Internetzugang können auf Wunsch optional dazugebucht werden. Klingt alles noch nach Zukunftsmusik. Aber auch die Autobauer wie BMW oder Peugeot arbeiten an Mobilitätskonzepten, bei denen der Kunde kein Fahrzeug mehr kauft, sondern eine Dienstleistung, um von A nach B zu kommen.

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