Eibach-Mazda 3

Eibach-Mazda 3 Eibach-Mazda 3

Eibach-Mazda 3

— 26.01.2006

Blaue Phase

Im neuen Projektfahrzeug Eibach-Mazda 3 setzen die Federnspezialisten alles auf eine Farbe. Ob deren angestrebte Wirkung aber zutrifft?

Vorsicht: Robuster Sportler!

Blau, so sagt die Psychologie der Farben, wirkt beruhigend und entspannend. Soviel zur Theorie. In der Praxis verhält sich das freilich nicht immer so, vor allem beim Betrachten des knallblauen Mazda 3 von Eibach. Aggressiv und anregend kommt das neueste Projektfahrzeug des Federnproduzenten aus dem Sauerland daher.

Als Basis für den deutsch-japanischen Kompaktsportler dient der Zweiliter-Vierzylinder mit 150 PS, der es dank Anpassung der Steuerelektronik auf 168 PS bringt. Das allein macht den Mazda allerdings nicht wirklich zum Aufputschmittel. Nur leicht verbessern sich seine Fahrleistungen gegenüber der Serie: Im Spurt von null auf 100 km/h braucht der Getunte jetzt zwei Zehntel weniger, die Höchstgeschwindigkeit soll bei 208 km/h statt 200 km/h liegen.

Meßwerte

Es sind andere Tuning-Zutaten, die diesen Mazda in Blau von einer Baldrian-ähnlichen Wirkung distanzieren. Einen gelungenen Beitrag leistet das Bodykit der japanischen Firma Kenstyle, die in Deutschland von gtn-tuning vertrieben wird – ein Teilegutachten ist bereits in Vorbereitung. Neben Seitenschwellern und Heckschürze fällt besonders die riesige Frontschürze mit feinverdrahteten Lufteinlässen ins Auge, die dem Eibach-Mazda Überholprestige einräumt – auch wenn es meist nicht lange dauert, bis ein Schnellerer vorbeizieht.

Einen Hauch von Tokios Straßen transportieren die chrompolierten Aluräder. Der glänzende Look ist bei japanischen Tuning- Freaks noch immer extrem beliebt. Alles andere als einschläfernd klingt die HJS-Sportauspuffanlage, deren röhrender Sound extra im Geräuschlabor abgestimmt wurde.

Technische Daten und Preise

Damit gewinnt der Eibach auch unsere Sympathien, trotz der etwas enttäuschenden Leistungsentfaltung. Zwar fährt er dank 30-mm- Federnsatz und Stabis recht zügig um die Kurven, beim Herausbeschleunigen fehlt ihm die Power der Konkurrenz von GTI & Co. Mit einer Literleistung von 84 PS stößt der Saugmotor spürbar an seine Grenzen. Fazit: Eher robuster Sportler als leichtfüßiger Athlet – aber bestimmt keine Schlaftablette.

Kontakt: www.eibach.de

Autor: Ingo Roersch

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