Einheitliche Verträge in Europa

Einheitliche Verträge in Europa

— 04.09.2002

VW kündigt seinen Händlern

8500 VW-Händler und Werkstätten erhalten noch in diesem Monat die Kündigung. Anlass ist die Liberalisierung des Autohandels in der EU.

Europas größter Autokonzern Volkswagen kündigt zum 30. September alle Händlerverträge in der Europäischen Union. Insgesamt sind rund 8500 Werkstätten und Händler betroffen. Anlass für die Vertragskündigung ist die Öffnung des Automobilhandels, den die Europäische Kommission mit der neuen Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) einleitet. Vor dem Volkswagen-Konzern hatten unter anderem bereits Opel, Peugeot und Porsche ihren Händlern gekündigt.

Die Vertragspartner von VW erhalten eine Absichtserklärung zur weiteren Zusammenarbeit, so die Wolfsburger. Die neuen Verträge sollen dann bis zum Ende des Jahres ausgearbeitet sein. Dabei steht nach Angaben des Konzerns bereits fest, dass sich die Händlerzahl verringern wird. VW hatte bereits in der Vergangenheit vermeldet, die Zahl der Partner bis 2004 um 400 auf 2300 verringern zu wollen.

Die Kündigung war notwendig geworden, weil Vertragsinhalte gegen die neuen Gesetze aus Brüssel verstoßen. So können Händler künftig mehrere Marken gleichzeitig vertreten. Ziel der GVO ist es, den Wettbewerb zu erhöhen und die teils hohen Preisunterschiede für Autos in der EU zu beseitigen.

Die IG Metall erwartet als Folge der Liberalisierung im Kfz-Gewerbe den Verlust von 100.000 Arbeitsplätzen in der Bundesrepublik. In Deutschland sind in 47.000 Kfz-Betrieben rund 530.000 Arbeitnehmer beschäftigt.

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