Angela Merkel (CDU) - Nationalen Plattform Elektromobilität

Elektro-Autos: Gipfel in Berlin

— 16.05.2011

Deutschland als Leitmarkt

Deutschland will globaler Leitmarkt für Elektro-Autos werden. Eine Kaufprämie soll es nicht geben. Vielmehr werden Forschung und Entwicklung der Stromer stärker gefördert.

(dpa/rtr/sb) Deutschland soll im globalen Markt für Elektro-Fahrzeuge nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) künftig an der Spitze stehen. Ziel sei es, Deutschland zum Leitanbieter und zum Leitmarkt zu machen, sagte Merkel heute (17. Mai 2011) in Berlin nach Gesprächen mit Experten zur Förderung von Elektro-Autos. Die Politik werde dies neben einer weiteren Milliarde Euro bis 2013 für Forschung und Entwicklung auch mit Steueranreizen und Sonderrechten für E-Autos im Straßenverkehr unterstützen. Eine Kaufprämie sei dagegen nicht die richtige Antwort, sagte Merkel. Die Wirtschaft habe die staatlichen Anreize begrüßt. "Wir wissen, dass wir im globalen Wettbewerb stehen", sagte die Kanzlerin. Es sei auch klar, dass es nicht einfach werde, dass Deutschland auf diesem Gebiet wieder internationale Spitze werde. Es gehe nicht nur um neue Produkte und Exporte, sondern auch um 30.000 zusätzliche Arbeitsplätze bis zum Jahr 2020 in Deutschland.   

Lesen Sie auch: Steuervorteile für Elektroautos

Der Vorsitzende des Expertengremiums Nationale Plattform Elektromobilität (NPE), der Physiker und Industriemanager Henning Kagermann, sagte: "Es ist allen klar, Elektromobilität wird sich durchsetzen." Der frühere SAP-Chef sprach von einer "kalkulierbaren Erfolgsstory". Dazu seien aber Anreize nötig. Sonst werde das Ziel von einer Million Elektroautos bis zum Jahr 2020 nur zur Hälfte erreicht. Bis dahin werde ein sich selbst tragender Massenmarkt erwartet. Der Staat werde dann mehr Geld einnehmen als ausgeben. Merkel erhielt heute den zweiten Bericht zur Elektroauto-Entwicklung in Deutschland. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass noch erhebliche Anstrengungen und mehr staatliche Hilfen notwendig sind, um das Ziel von einer Million Elektroautos bis 2020 zu erreichen. So fürchtet die Industrie, dass ohne staatliche Anreize bis 2020 nur rund 450.000 E-Autos auf deutschen Straßen rollen werden. Bisher gibt es in Deutschland nur 2300 mit Batterien fahrende Autos.

Lesen Sie auch: Fahrbericht Citroën C-Zero

Der NPE-Bericht sollte auch als Grundlage für das Regierungsprogramm Elektromobilität dienen, das vom Kabinett am Mittwoch (19. Mai) beschlossen werden soll. Das Programm enthält folgende Kernpunkte: • Ziel bleibt eine Million E-Autos bis 2020 auf den Straßen, bis 2030 sollen es sechs Millionen sein. • Die Forschungsförderung wird auf eine Milliarde Euro für 2012 und 2013 verdoppelt. • Alle bis Ende 2015 zugelassenen E- oder Hybrid-Autos, die weniger als 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen, werden für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit (bisher fünf Jahre). • E-Dienstwagen werden so besteuert wie konventionelle Fahrzeuge. Das heißt, der Steuersatz für Nutzer wird so gesenkt, dass ihm keine Nachteile beim Fahren eines deutlich teureren E-Autos entstehen. • Bei den Bundesressorts sollen zehn Prozent aller neu angeschafften oder gemieteten Dienstwagen E-Autos sein. • Gebührenfreie Sonderparkplätze, Aufhebung von Zufahrtsverboten sowie Erlaubnis zur Busspur-Nutzung sollen E-Autos weiter attraktiv machen.

Lesen Sie auch: Peugeot iOn im Alltagstest

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.