Elektro-Auto Micro-Vett Fiorino E an einer Ladestation

Elektro-Autos: Studie

— 20.10.2010

Jeder zweite steht auf Strom

Die Deutschen warten auf das Elektroauto: Laut einer repräsentative Umfrage des TÜV Rheinland können sich 54 Prozent der Befragten vorstellen, in den kommenden fünf Jahren ein E-Mobil zu kaufen.

Noch gibt es zwar kein einziges rein elektrisches Großserienauto auf dem deutschen Markt. Mit ihren Studien und Prototypen haben die Hersteller aber immerhin die Bevölkerung für Elektromobilität sensibilisieren können - und sich so einen potenziellen Markt geschaffen. Dieses Ergebnis legt die Studie des TÜV Rheinland nahe: Danach haben sich bei den Befragten die Vorteile des E-Antriebs gegenüber dem herkömmlichen Verbrennungsmotor gut verankert: Als wichtigste Argument für die Anschaffung nannten die potenziellen Autokäufer Umweltschutz (36 Prozent), Unabhängigkeit vom Öl (26 Prozent) sowie geringe Betriebskosten (22 Prozent). Gegen eine solche Anschaffung sprächen die langen Akku-Ladezeiten (36 Prozent) sowie niedrige Reichweiten (29 Prozent).

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Insgesamt können sich 54 Prozent der Befragten vorstellen, in den kommenden fünf Jahren ein E-Auto zu kaufen. Überraschend groß ist das Interesse an Elektromobilen bei Fahrern von oberer Mittelklasse und Oberklasse. 44 Prozent würden sich ein entsprechendes Fahrzeug kaufen, dann allerdings als Zweitwagen. Bei der Frage nach den Preisen solcher Fahrzeuge sind die Umfrageergebnisse klare Aufforderungen an Industrie und Politik: 81 Prozent glauben nicht, dass jemand bereit ist, für ein umweltfreundlicheres Auto mehr in ein Neufahrzeug zu investieren, zudem wünschen sich drei Viertel der Befragten eine finanzielle Förderung beim Kauf.

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Weit auseinander liegen Wunsch und Wirklichkeit für die potenziellen Käufer, wenn es um die Marke geht. Während sich immerhin noch 8,1 Prozent der Befragten vorstellen können, einen E-Auto aus dem Hause Opel zu kaufen, liegt diese Quote bei Nissan bei nur 0,9 Prozent. Magere Werte für die beiden Hersteller, die schon im kommenden Jahr mit Ampera und Leaf zwei vollelektrische Autos auf den Markt bringen.

Ganz vorne in der Gunst der Befragten liegt VW (25 Prozent), doch mit dem Golf Blue E-Motion ist nicht vor 2013 zu rechnen. Neben der Entwicklung praxistauglicher Modelle wartet laut der Studie eine weitere Hausaufgabe auf die Hersteller: Noch immer fühlen sich 79 Prozent lediglich mittelmäßig bis schlecht über die Technologie sowie kommende Modelle informiert. Aber dafür bleibt BMW, Mercedes, VW und Co bis zum Marktstart der eigenen E-Modelle ja noch genügend Zeit, das Wissen potenzieller Kunden aufzubessern.

Autor: Roland Kontny

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