Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn

Elektro-Autos von Renault

— 28.03.2008

Dänemark als Testmarkt

Renault will bereits 2011 reine Elektrofahrzeuge mit Lithium-Ionen-Technologie auf dem dänischen Markt anbieten. Für die Infrastruktur sorgt eine dänisch-amerikanische Koproduktion.

Willkommen in der emissionsfreien Zukunft: 2011 will Renault in Dänemark eine Flotte von Elektrofahrzeugen in Betrieb nehmen, die völlig ohne CO2-Ausstoß zum Umweltschutz beitragen soll. Die abgasfreien Fahrzeuge werden auf künftigen Renault-Modellen basieren und ihre Energie aus Lithium-Ionen-Batterien beziehen, die zusammen mit Allianzpartner Nissan und dem japanischen Batteriehersteller NEC entwickelt werden. Die Grundlage liefert ein Joint Venture zwischen Renault-Nissan, dem US-amerikanischen Unternehmen Project Better Place und dem dänischen Energieversorger Dong Energy, die den Aufbau und den Betrieb der erforderlichen Infrastruktur in Dänemark mit speziellen Lade- und Batteriewechselstationen organisiert. Renault liefert die Elektrofahrzeuge. Die dänische Regierung unterstützt das Pilotprojekt und stellt den Käufern der Elektromobile Steuervergünstigungen in Aussicht.

Nissan zieht nach

Ein vergleichbares Projekt hat Renault bereits kürzlich in Israel in Angriff genommen. Noch ist unklar, welches Renault-Modell zum Einsatz kommt. Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn machte bisher nur Andeutungen für das Projekt in Israel: "Dieses Modell wird ein Stufenheck-Modell sein, das auf einer bereits existierenden Plattform basiert und nicht von Anfang an für den Elektrobetrieb konzipiert wurde. Aber wir arbeiten parallel an einem speziellen Renault Elektrofahrzeug und einem anderen Elektrofahrzeug für Nissan." Er stellte in Aussicht, dass die Elektrofahrzeuge die gleichen Fahrleistungen erreichen wie vergleichbare Autos mit herkömmlichem 1,6-Liter-Benzinmotor. Für Dänemark wird wohl eher ein Fahrzeug im Van-Format infrage kommen. Ob und wann ein vergleichbares Projekt für andere Länder kommt, ist offen. Auf die Frage, ob Renault das Konzept auf andere Länder übertragen werde, reagierte Ghosn noch wenig konkret: "Jedes Land ist anders. Man muss flexibel sein und sich auf die Größe und die Bedürfnisse des Landes einstellen. Aber wenn wir schon die Technologie und das Wissen haben, wird es einfacher sein, sich auf die lokalen Gegebenheiten einzustellen."

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