Elektroauto Luis free — 19.06.2009

Kleine Freiheit

Bereits im September 2009 will die Ahrensburger Firma Luis ein Elektroauto auf den Markt bringen. Der Mini-Stromer heißt free und soll als Basismodell nur 12.000 Euro kosten.

Ein Foto existiert noch nicht. Aber schon in drei Monaten will ein deutsches Unternehmen den Markt kleiner Elektrofahrzeuge aufmischen. Luis free heißt der 3,40 Meter kurzer Stromer, denn die Ahrensburger Firma Luis AG im September auf den Markt bringen will. Und das zum Kampfpreis von 12.000 Euro für die Basisvariante, eine Komfortversion soll 15.000 kosten. Bisher trat das Unternehmen  vor allem mit Rückfahrkamera-Systemen in Erscheinung, jetzt hat sich Chef Jan Luis mit mehreren Zulieferern und Fahrzeugbauern zusammengetan, um den free möglichst schnell auf die Straße zu bekommen.

Partner in China

Ein paar Geheimnisse gibt Luis bereits Preis: Der Luis free ist ein Viersitzer, der mit bescheidenen 11,5 PS immerhin 100 km/h erreichen soll und 150 bis 200 Kilometer weit mit einer Batterieladung kommt. Mit konventionellen Bleibatterien bestückt wiegt er 1070 Kilo, ist also kein Leichtgewicht. Einmal "volltanken" über Kabel an der Steckdose (Plug-in) dauert vier bis acht Stunden, bis zu 800 neue Ladevorgänge sollen möglich sein. Um trotz des Direktvertriebs über Luis Probefahrten zu ermöglichen, werden über Partner in fast allen deutschen Großstädten Fahrzeuge bereitgestellt. Montiert wird das Elektromobil in China, dort sitzt auch der Fahrzeugbauer als Partner. Je nach Modell rollt der free auf 13- oder 14-Zoll-Alu-Rädern, vorn sitzen Scheibenbremsen, hinten nur Trommelbremsen.

Video-Blackbox zur Unfallanalyse

Spannend wird es bei der Ausstattung. Besonders als Komfortversion lässt der free die Passagiere fast schon im Luxus schwelgen. Völlig neu ist eine Video-Blackbox, die permanent das Verkehrsgeschehen vor dem Fahrzeug aufzeichnet. Kommt es zum Crash, werden die Aufzeichnungen nicht gelöscht, sondern über einen G-Schock-Sensor gespeichert. So lässt sich im Nachhinein die Schuldfrage klären. Die Kamera agiert gleichzeitig als Spurhalte-Assistent. Eine Rückfahrkamera mit 3,6-Zoll-Farbbildschirm und AV-Eingang ist ebenfalls an Bord. Dazu kommen unter anderem Stop-and-Go-Assistent, Dreistufen-Heizung mit Standheizung, ein Multimedia-Soundpaket mit CD/DVD und iPod-Vorbereitung, eine Bluetooth-Freisprechanlage, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Nebelscheinwerfer oder ein höhenverstellbares Lenkrad. Was dem free allerdings fehlt, sind Airbags oder ESP, auch wenn Luis betont, umfangreiche Sicherheitstests durchzuführen. 200 Stück will das Unternehmen in diesem Jahr noch verkaufen, bis zu 5000 pro Jahr wären möglich.

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Kommentare zum Artikel (5)

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Hans W.
23.09.2009, 13:49Uhr

Ja da wäre noch folgender Sternbericht! Den sollten sich mal alle Befürworter des Golfcaddys zu Rate ziehen:

http://www.stern.de/auto/fahrberichte/elektromobil-luis-free-rumpeltour-im-bastelmobil-1508334.html

Hoffentlich wird das Fahrzeug nur Golfplätze sehen, sonst wird es Gefährlich für die Insassen.

Hans W.
07.09.2009, 11:17Uhr

Hallo Zusammen,

das größte Problem bei einem Fahrzeug aus China wird die Fahrgastzelle sein.Bisher gabe es meiner Meinung nach noch kein Auto aus China das jemals einen Crash standgehalten hat.Die technischen Daten des Fahrzeuges sind mehr als fragwürdig und vollig untermotorisiert was ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt.Die Technik ist schon wieder veraltet und wird sicherlich keinen klugen Käufer finden.Ich würde kein Elektroauto kaufen deren Technologie nicht aus Europa oder Japan stammt.

Uli Hermann
29.07.2009, 21:42Uhr

Nach langen suchen habe ich nun Bilder, sowie weitere technischen Daten vom Luis free und den Shop gefunden. So wie es aussieht, ist die Seite noch im Aufbau... Der Link lautet http://free.luis.de

Jörg R.
07.07.2009, 15:39Uhr

Auf www.luis.de steht folgendes:

Weitere Infomationen und Bestellmöglichkeiten erhalten Sie hier ab dem 9.September 2009.

Peter Haehnel
27.06.2009, 14:02Uhr

Wo und wie kann der E.-Wagen erworben werden.????

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