Ladestation

Elektroautos: Förderung in Deutschland

— 23.08.2013

Kritik an Politik nimmt zu

Was in anderen Ländern gang und gäbe ist, wird in Deutschland weiter abgelehnt: die staatliche Förderung von Elektroautos. Doch der Ruf nach finanzieller Unterstützung wird immer lauter.

(dpa) Wenige Wochen vor dem Start der IAA 2013 in Frankfurt wird zunehmend Kritik an den politischen Rahmenbedingungen für Elektroautos in Deutschland laut. "Wenn Deutschland bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf den Straßen haben und Leitmarkt sein will, dann muss mehr passieren, als vorrangig die Forschung zu unterstützen", sagte Achim Schaible, Deutschlandchef von Renault, der "Welt" (22. August 2013). Im Mai hatte bereits Daimler-Boss Dieter Zetsche eine "konsequente Förderpolitik" für Stromer gefordert.

Hier geht es zum IAA-Special von autobild.de

Schwerpunkt "automobilsten Show der Welt", so das Motto der diesjährigen IAA (12. bis 22. September), ist die Elektromobilität. Matthias Wissmann, Präsident des Automobilverbandes VDA, sagte: "Die IAA zeigt: Elektromobilität ist keine Vision mehr, die E-Autos kommen jetzt auf die Straße." Volkswagen etwa präsentiert auf der IAA erstmals seine rein batteriegetriebene Variante des Golf, auch die Elektrovariante des Kleinwagen Up ist zu sehen. Elektromobilität wird insgesamt ein Schwerpunkt am VW-Stand sein.

Elektroautos 2013/2014

Der Batterieantrieb und die Wende weg vom Sprit im endlichen Öl-Zeitalter treibt die Branche derzeit um, auch weil die EU immer striktere CO2-Grenzen vorschreibt. VW-Chef Martin Winterkorn sieht trotzdem keinen schnellen Schub für die Stromer. "Die reinen Elektrofahrzeuge wie der E-Up oder der E-Golf werden zunächst wohl eher Zweitwagen bleiben oder in Fuhrparks eingesetzt", sagte er vor einigen Wochen im Interview mit der "Automobilwoche". In der Tat ist der Marktanteil der Elektroautos in Deutschland verschwindend gering. Im Juli hatten nach Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes KBA 1,6 Prozent der 253.146 neu zugelassenen Autos alternative Antriebsarten – darunter 2195 mit Hybrid- und 515 mit Elektroantrieb. Renault-Deutschlandchef Schaible hält daher eine staatliche Förderung von 5000 Euro pro Elektroauto über drei Jahre für erforderlich, um die Nachfrage anzuschieben. Damit könne der deutliche Preisaufschlag der Stromer gegenüber Modellen mit Verbrennungsmotor ausgeglichen werden, was steigende Verkaufszahlen zur Folge haben werde. Der E-Up etwa wird fast 27.000 Euro kosten. Zum Vergleich: das Basismodell des Kleinwagens kostet 9975 Euro - allerdings mit deutlich weniger Ausstattung als sie sein Elektrobruder bekommen wird. Der BMW i3 kostet in der Einstiegsvariante knapp 35.000 Euro.

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.