Elektroautos im Test

Mini E Mitsubishi i-MiEV Smart ED Coupé Karabag 500 E. Mini E Mitsubishi i-MiEV Smart ED Coupé Karabag 500 E.

Elektroautos im Test

— 29.10.2010

Wer stromert am längsten?

Abgasfrei geht es in die Zukunft – klingt rosig. Aber wie weit reicht der Saft wirklich? Ein Alltagstest mit Mini E, Mitsubishi i-MiEV, Smart ED Coupé und Karabag 500 E.

Jeder spricht davon, viele schwärmen, Hersteller werben in rosigen Worten. Gefühlt würde zurzeit wohl jeder nur zu gern ein Elektroauto kaufen. Damit entspannt zur Arbeit surren, sich über niedrige Kosten und null CO2-Ausstoß freuen. Tja, schön wär’s. Die Realität sieht leider anders aus. Es gibt bis dato kaum kaufbare Elektromodelle, und die wenigen verfügbaren Typen sind sündhaft teuer. Das größte Problem aber: Die leisen Summer kommen kaum aus der Stadt heraus, der Aktionsradius wird von mickrigen Batterien begrenzt. Wir haben vier aktuelle Elektroautos zum großen Praxistest nach Hamburg geladen und wollten wissen: Wie weit kommen sie unter realistischen Bedingungen wirklich mit einer Batterieladung? Und was kostet der Spaß?

Überblick: Alle News und Tests zum Mitsubishi i-MiEV

Auch die Alltagstauglichkeit haben wir geprüft, dabei Fahrverhalten und Komfort der vier E-Mobile bewertet. Mit großem Vorsprung gehen dabei der Karabag 500E (ein Umbau auf Fiat-Basis) und der Mitsubishi i-MiEV (Schwestermodell von Citroën C-ZERO und Peugeot I-ON) ins Rennen. Diese beiden gibt es im Gegensatz zu Mini E und Smart ED bereits jetzt zu kaufen. Schwach ist dagegen, dass die großen Hersteller Mini und Smart bislang nur abgezählte Modelle an ausgesuchte Kunden herausgeben – zu Leasingkonditionen wie in der Oberklasse. Diese Kosten haben wir ebenfalls bewertet. Am Ende steht unsere Empfehlung für den derzeit besten Weg zur Elektromobilität – auch wenn das vorerst noch ein Kompromiss bleibt.

So haben wir getestet: Auf einer für die Elektroautos abgestimmten Testrunde (mit überwiegend Stadtanteil, leichten Steigungen, kurzer Autobahnetappe mit Höchstgeschwindigkeit 100) haben wir die maximal mögliche Reichweite ermittelt. Beim Aufladen haben wir dann die verbrauchte Energiemenge festgehalten, daraus die Stromkosten pro Kilometer errechnet.

Wer den Vergleich gewonnen hat, erfahren Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen gibt es als Download im Heftarchiv.
Jan Horn

Jan Horn

Fazit

Die gute Nachricht: Karabag und i-MiEV bieten praxisnahe E-Autos an, die man bereits kaufen, (im Falle des Mitsubishi) sogar bezahlen und auch mit mehreren Personen nutzen kann. Die schlechte Nachricht: Die Ladezeiten sind (mit Hausanschluss) lang, die Reichweiten nur für den Stadtbetrieb o.k. Smart und Mini sind (bislang) kaum mehr als grüne Feigenblätter für reiche Großstädter. Auf bezahlbare und kompromisslos alltagstaugliche E-Autos müssen wir noch warten. 

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