E-Fahrzeuge: Zulassungszahlen

Elektrofahrzeug-Nutzung: Studie

— 28.05.2015

Wie fahren die E-Pioniere?

Wie und wie viel fahren die Nutzer von Elektroautos und warum kaufen sie einen Stromer? Das Institut für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat das jetzt untersucht.

Wer nutzt wo, wann und warum Elektrofahrzeuge? Dazu gibt es jetzt neue Antworten: Das Institut für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat 2014 die bislang größte und umfangreichste Studie zur Untersuchung von Erstnutzern von Elektrofahrzeugen in Deutschland gemacht. Dazu befragte das Institut mehr 3000 private und gewerbliche Nutzer von Elektrofahrzeugen. Die Befragung richtete sich an insgesamt 9217 Halter, auf die mindestens ein batteriebetriebenes oder Plug-in-Hybrid-Fahrzeug zugelassen ist. "Eine Befragung zu diesem Thema ist in einem solchen Umfang bisher einzigartig", sagt Stefan Trommer, Projektleiter im DLR-Institut für Verkehrsforschung.

E-Fahrzeuge: Zulassungszahlen

Die Studie zeigt, Elektrofahrzeuge werden im privaten Bereich von überwiegend gut gebildeten, männlichen Personen mit höheren Einkommen genutzt. Das Durchschnittsalter liegt mit 51 Jahren höher als bei Käufern Autos mit "normalem" Antrieb. Die Mehrheit der Nutzer lebt in einem kleinstädtischen bis ländlichen Umfeld, lediglich knapp jeder Fünfte (22 Prozent) der Befragten lebt in einer größeren Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern. Über die Hälfte wohnt sogar in Kleinstädten und Landgemeinden mit einer Größe von weniger als 20.000 Einwohnern. 80 Prozent der Nutzer haben neben dem E-Mobil noch ein zweites Auto mit konventionellem Antrieb, wählte den Stromer als  Auto aber ganz bewusst.
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Überraschend ist die Tatsache, dass es keinesfalls die großen Firmen sind, die zum E-Auto greifen: Die gewerblichen Nutzer sind mehrheitlich kleine Unternehmen mit maximal 49 Mitarbeitern und neun Fahrzeugen (inklusive dem E-Auto). Interesse an der innovativen Fahrzeugtechnologie und der Reduzierung der Umweltbelastung dominieren die Beweggründe für die Anschaffung eines E-Fahrzeugs – sowohl bei den privaten als auch bei den gewerblichen Nutzern. Aber auch günstigere Energiekosten pro Kilometer und der Fahrspaß am Elektroantrieb bewegten die Nutzer zum Kauf eines Elektro-Autos. Eine untergeordnete Rolle bei der Kaufentscheidung spielten externe Anreize, wie die Befreiung von der Kfz-Steuer oder kostenloses Parken und Aufladen. Mit einem Anteil von 87 Prozent machen die rein elektrisch betriebenen Fahrzeuge den Großteil der Nutzer von Elektrofahrzeugen in Deutschland aus. Die verbleibenden 13 Prozent der Fahrzeuge sind sogenannte Plug-in-Hybride. Die Mehrheit der Fahrzeuge ist weniger als zwei Jahre alt. In der Nutzung der E-Fahrzeuge können die DLR-Forscher kaum Unterschiede zur Nutzung herkömmlicher Pkw ausmachen: Im privaten Alltag werden E-Fahrzeuge wie konventionelle Pkw genutzt. 43 Kilometer legen rein batteriebetriebene Fahrzeuge an einem Werktag im Durchschnitt zurück. Plug-in-Hybride legen im Durschnitt 42 Kilometer zurück, davon 30 Kilometer elektrisch. Während ein herkömmlicher Pkw pro Jahr im Schnitt rund 15.000 Kilometer zurück legt, sind es bei den E-Autos 10.300 Kilometer. Die meisten Nutzer eines Elektrofahrzeuges sind zufrieden, bemängeln aber die Reichweite. Sie wären mehrheitlich bereit, für mehr Reichweite auch mehr zu bezahlen.

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Die meisten privaten Nutzer laden ihr Elektrofahrzeug täglich am Wohnort. Etwa ein Drittel (36 Prozent) der Befragten nutzt zusätzliche Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz. Gewerbliche Nutzer laden ihr Auto fast täglich auf dem eigenen Betriebsgelände. Zusätzlich werden 29 Prozent der gewerblich zugelassenen Fahrzeuge am Ende des Tages auf dem Privatgrundstück des Fahrers abgestellt und geladen. Ein weiteres interessantes Ergebnis der Studie: weder private noch gewerbliche Nutzer messen Lademöglichkeiten im öffentlichen Straßenraum viel Bedeutung zu. Lediglich jeder fünfte Befragte gab an, mindestens einmal wöchentlich eine öffentliche Ladesäule zu nutzen. Vorherrschend ist allerdings der Wunsch nach Schnellladepunkten.

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