Ladestation mit Stecker

Elektrofahrzeuge und Plug-In-Hybride: Studie

— 02.08.2013

Zahl der Stromer wächst

Neue Zulassungszahlen für Elektroautos: Anfang 2013 waren laut einer Studie knapp 16.000 Stromer auf deutschen Straßen unterwegs. Nicht viel, aber die Tendenz zeigt klar nach oben.

(dpa/cj) Auf deutschen Straßen mischen sich immer mehr Elektrofahrzeuge unter die große Masse der Benziner und Dieselautos. Die Zahl stieg laut einer Studie des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) in Stuttgart zu Beginn des Jahres 2013 auf 15.800. Das entspricht einer Steigerung von 78 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Studie kommt bei ihrer Zählung auf etwa 8200 mit Strom betriebene Fahrzeuge (ca. 7110 reine Elektroautos und rund 1100 Plug-In-Hybride), 4600 Krafträder und knapp 3000 Lastwagen und Busse.

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Vom Elektro-Pionier Nissan Leaf wurde Mitte 2013 das 100.000 Exemplar weltweit verkauft.

"Der deutliche Zuwachs spiegelt die typische Einstiegsdynamik einer noch jungen, aber vielversprechenden Technologie wider", sagte Benjamin Schott, der die Studie mit verfasst hat. Wenn es gelinge, diese Dynamik aufrecht zu erhalten, könne eine Energiewende im Verkehrssektor gelingen. Im Vergleich zu der Gesamtzahl von knapp 59 Millionen zugelassener Fahrzeuge in Deutschland ist der Anteil der Elektroautos jedoch weiterhin verschwindend. Weltweit gehen die Wissenschaftler von etwa 200.000 Elektrofahrzeugen aus. Bislang werde der Markt von amerikanischen (Chevrolet Volt, Tesla Model S) und japanischen (Toyota Prius Plug-in und Nissan Leaf) Marken und Modellen dominiert. In diesen Ländern seien auch die meisten Elektroautos unterwegs. Die meisten Stromer in Relation zur Bevölkerung gebe es allerdings in Norwegen und Holland.

Elektroautos 2013/2014

Da für eine positive Umweltbilanz auch die Herkunft der Energie (herkömmlich oder regenerativ) wichtig ist, untersuchten die Wissenschaftler auch den Strombedarf der Elektroautos. Ergebnis: Die gezählten Fahrzeuge verbrauchten im Jahr 2012 knapp 87 Millionen Kilowattstunden Strom. Das entspricht etwa dem Bedarf von 25.000 Durchschnittshaushalten. Falls 2020 tatsächlich die angestrebte Zahl von einer Million Elektrofahrzeuge erreicht würde, stiege der Stromverbrauch auf rund 2,34 Milliarden Kilowattstunden. "Das ist 0,6 Prozent des gesamten Stromverbrauch in Deutschland", sagte Schott. "Diese Menge kann problemlos aus erneuerbaren Energien gedeckt werden."

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Die Studie, die vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) unterstützt wurde, kommt deshalb zu dem Ergebnis, dass eine nachhaltige Elektromobilität theoretisch langfristig gesichert ist. Sie sieht in der Entwicklung auch eine große Chance für die Wirtschaft. Voraussetzung sei jedoch, das die deutschen Unternehmen weiter in die Entwicklung der Elektromobilität investieren. Von den Großserienherstellern sind bislang lediglich Opel mit dem Ampera, Smart mit dem fortwo electric drive vertreten. BMW stellte jüngst seinen mit Spannung erwarteten i3 vor, VW hat den E-Golf und den E-Up in der Pipeline.

Vorstellung BMW i3

BMW i3 Elektro-Autos BMW i3 ohne B-Säule BMW i3 Ladekabel

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