Elektromobil E-Quickie

Elektromobil E-Quickie (2010) Elektromobil E-Quickie (2010)

Elektromobil E-Quickie

— 03.08.2010

Schnell und sauber

Studenten der Uni Karlsruhe haben ein besonderes Elektromobil entwickelt: den E-Quickie. Das Dreirad verzichtet auf Batterien und bekommt seinen Strom per Induktion.

Das Ding sieht aus wie eine Zigarre auf Rädern. Manch einen wird der E-Quickie auch an den legendären Messerschmitt-Kabinenroller erinnern. Doch der E-Quickie ist etwas komplett Neues: Entwickelt wurde das Dreirad unter Strom von 14 Studierenden aus verschiedenen Fachrichtungen der Uni Karlsruhe unter Federführung von Professor Jürgen Walter aus der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik. Anders als herkömmliche Elektrofahrzeuge setzt der E-Quickie nicht auf Batterien oder Akkus, sondern er holt sich sein Futter aus elektrischen Leiterbahnen, die im Boden verlegt sind. Das Prinzip der Induktion ist nicht neu und kommt zum Beispiel beim Laden elektrischer Zahnbürsten zum Einsatz, aber E-Quickie verknüpft diese Technik mit konsequentem Leichtbau. Das macht den Stromer erstaunlich flott und effizient.

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Der E-Quickie bringt gerade mal 60 Kilo auf die Waage und schafft 50 km/h Spitze.

Die studentische Projektarbeit soll zeigen, dass sich Elektro-Fahrzeuge schnell und energieeffizient bewegen können, wenn modernste Materialien und optimierte Technik zum Einsatz kommen. So könnte sich das Prinzip der drahtlosen Energieübertragung auch zum individuellen Transport auf Kurzstrecken eignen. Lenkung, Bremsen und Fahrgestell des Dreirads sind aus Hightech-Materialen konstruiert. Die Außenhaut ist aus Karbon, zudem wurde der E-Quickie im virtuellen Windkanal optimiert. Gerade mal 60 Kilo bringt er so auf die Waage, 20 Kilo Ersparnis sind laut Walter noch drin. Dabei rennt der E-Quickie bis zu 50 km/h schnell. Und die erste echte Probefahrt hat das Elektromobil auch schon hinter sich, Ende Mai 2010 hat er an der Karlsruher E-Meile teilgenommen und 40 Runden auf einer 222 Meter langen Leiterbahn gedreht. Falls der windschlüpfrige Stromer von der Leiterbahn abkommt, übernehmen kleine Akkus den Antrieb des Radnabenmotors mit zwei Killowatt Leistungsaufnahme. Das funktioniert aber nur auf ganz kurzen Strecken. Jetzt soll eine Teststrecke auf dem Hochschul-Campus entstehen, um den E-Quickie weiterzuentwickeln. Woher allerdings flächendeckende Leiterbahnen für ein solches Antriebsprinzip kommen sollen, bleibt noch offen.

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