Elektromobilität — 31.08.2009
Streit ums Ökomobil
Eine Million Elektroautos sollen bis 2020 bei uns fahren. Doch der Plan dazu stößt nicht nur auf Zustimmung. Die Umwelt-Lobby ist sich selbst nicht grün und keineswgs einer Meinung.
Der "
Nationale Entwicklungsplan" der Bundesregierung zur Förderung der Elektromobilität hat die Umwelt-Lobby entzweit. Laut Plan soll Deutschland Leitmarkt für Elektroautos und die dazugehörige Infrastruktur werden. Bis 2020 sollen eine Million Elektroautos in Deutschland zugelassen sein. Kaufanreize sind in Zukunft möglich, darüber entschieden wird aber erst nach der
Bundestagswahl . Während Öko-Verbände den Plan als ein "klares Signal für den Ausbau erneuerbarer Energien" werten, beklagen andere jetzt die fehlende Entschlusskraft.
500 Millionen Euro Förderung sind zu wenig
"Die Regierung gefährdet mit dem Beschluss erneut massiv die Entwicklung von Elektromobilen", schimpft Hans-Josef Fell, energiepolitischer Sprecher der Grünen. Kunden würden wegen einer möglichen Prämie davon abgehalten, schon jetzt E-Autos zu beststellen. Die rund 500 Millionen Euro der Regierung zur Förderung der E-Mobilität nannte Fell "lächerlich wenig". Grünen-Chef Jürgen Trittin sagte, die Abwrackprämie habe "den E-Auto-Markt kaputtgemacht".
Hauke Schrieber
Fazit
Der Plan ist zu loben, denn er ist in der Sache richtig und frei von Wahlkampf-Geplänkel. Dass die Regierung zu diesem Zeitpunkt nicht klipp und klar sagt, wie hoch eine Prämie für den Kauf eines E-Mobils sein wird, ist schade, aber verständlich. Schließlich müssen erst mal Produkte her, also E-Autos, die zu kaufen sind. Erst dann stellt sich die Frage nach der Höhe der Subvention.
Kommentare zum Artikel (15)
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Träumt ruhig schön weiter. Gehen tut erst was, wenn Öl und Kohle alle sind. Vorher GARANTIERT NICHT!
Was ist das für eine Milchmädchenrechnung? Ein Elektroauto spart derzeit überhaupt nichts. Schon bei der Herstellung aller notwendigen Komponenten wird exorbitant Energie verbraten. In seinem "Leben" braucht's dann keine Energie? Hier wird wohl etwas verwechselt. Solange es keine Energie gibt, die direkt und WIRTSCHAFTLICH aus der Sonneneinstrahlung erzeugt wird, ist alles nur ein Herumtasten auf der Suche nach Möglichkeiten, Erdöl einzusparen. Im Prinzip richtig, in der Ausführung mangelhaft.
Foxhound, wo steht der Ram? Ich komme mit einem Kanister vorbei, wenn ich eine Runde drehen darf.
Diese Krücken sind so fehl am Platz, wie Chris Pine auf der Brücke der Enterprise. Allen voran der Trabant nT. Wenn das nicht weh tut, was dann? Das man ein Elektroauto rausbringt, das weniger Reichweite hat, als das Orginal mit 26-Liter-Tank? Ich für meinen Teil, würde die letzten Ölreserven dieser Welt lieber in einen Dodge Ram HEMI kippen, als mir Technik zu kaufen, die noch längst nicht ausgereift ist.
Es geht nicht um Klima sondern um ÖKONOMIE. Ein Elektroauto spart in seinem "Leben" über 20.000 Liter, ein Hybrid etwa 10.000 Liter gegenüber einem vergleichbaren Fahrzeug ein. Eingespartes Geld, das dann die HIESIGE Wirtschaft ankurbelt (z.B. Gastronomie, Einzelhandel)
In 2008 hat Deutschland über 55 Milliarden EURO für Rohöl ausgegeben, davon etwa 3/4 für Verkehr. Das Geld sponsort dann hauptsächlich Regime wie Rußland, Lybien, Syrien, Saudi-Arabien, Venezuela und wir begeben uns in deren Abhängigkeit. Ein Zuschuß von nur 5000,- EUR für Elektroautos ist dagegen lächerlich wenig.
Richtig. Auch diese sogenannte "Umweltprämie" passt ins gleiche Raster.