Elektromobilität: Förderung
— 29.05.2012
Autobauer auf Betteltour
Deutsche Hersteller wie Daimler, BMW oder VW machen Milliardengewinne. Trotzdem fordern sie mehr staatliche Hilfe, um Elektroautos auf den Markt zu bringen.
Das
Plansoll ist in Gefahr: Eine Million
E-Autos und
Plug-in-Hybride sollen 2020 nach Vorgabe der Bundesregierung auf deutschen Straßen rollen. Im dritten Bericht der
Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE), der am 20. Juni 2012 an die Ministerien geht, wird nun gewarnt: Würden die "Rahmenbedingungen" nicht "angepasst" und "nachgesteuert", erwartet die NPE nur bis zu 600.000 Elektroautos im Zieljahr. Unausgesprochene Forderung: noch mehr staatliche Förderung, besonders für die Forschung und Entwicklung. Und das bedeutet: noch mehr Steuergelder für Unternehmen, die 2011 Rekordgewinne im Milliardenhöhe eingefahren haben. Autobauer auf Betteltour.
NPE-Vorsitzender Henning Kagermann beschwichtigt: "Die Begeisterung am E-Auto flaut etwas ab. Das ist ganz normal."
Rund 1,5 Milliarden Euro hat der Staat bereits an Mitteln für die
Forschung am E-Auto gewährt, die Autoindustrie selbst investiert bis 2014 etwa zehn Milliarden Euro in die Entwicklung. Der NPE-Vorsitzende Henning Kagermann verteidigt die Forderung nach Nachbesserung: "Der Staat fördert nicht Autohersteller, sondern die gesamte Wertschöpfungskette der Elektromobilität, darunter auch viele mittelständische Unternehmen und Universitäten." Die Autoindustrie indes versteckt sich hinter den Vorgaben der Politik. Wie abgesprochen klingen die Argumente der Autobauer. "Wenn die Politik (...) einen Marktanteil an Elektroautos vorgibt, der unter normalen Umständen vermutlich nicht erreicht werden kann, dann ist es an der Politik, Voraussetzungen dafür zu schaffen, diese Ziele zu erreichen", erklärt
Volkswagen auf AUTO BILD-Anfrage.
Daimler argumentiert ähnlich: "Es geht nicht um Subventionen einzelner Firmen, sondern um die Erreichung der Ziele der Bundesregierung." Der internationale Wettbewerbsdruck sei hoch. In diesem Jahr will Daimler vom neuen
Elektro-Smart nur 2500 Stück bauen. Das Zwischenziel der NPE von 100.000 E-Autos bis 2014 ist so kaum zu erreichen. Derzeit beträgt der Bestand etwa 4600 Fahrzeuge. Der hochprofitable Sportwagenbauer
Porsche erhielt 3,7 Millionen Euro Fördergeld für die Entwicklung von exakt drei Elektro-Boxster und, so Porsche, "Know-how-Bausteinen". Die führten zum Bau des Öko-Renners
918 Spyder. Vom 768.000 Euro teuren Auto entstehen genau 918 Exemplare. Die meisten davon dürften exportiert werden.
Kommentare zum Artikel (9)
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Das passt doch genau zur üblichen Losung: "Gewinne werden privatisiert und Kosten sozialisiert". Solange diese Devise funktioniert, wären alle die davon profitieren mehr als blöd, würden sie es nicht auskosten bis zum letzten Tropfen.
@Loris Japaner bauen die besseren autos? So einen quatsch habe ich ja noch nie gehört. Das erzählst du doch nur weil du mit deinem körper nich klar kommst, spassti !
Elektroauto ist DRECK. Die Akkus sind viel zu teuer, verschleißen, Reichweite ist schlecht und Aufladen dauert zu lange. Woran wollen die forschen ? Diese Akkutypen sind unbrauchbar für Autos, PUNKT. Da müsste was ganz anderes her. Wenn überhaupt, müssten die Sony, Panasonic oder Sanyo unterstützen, weil sie diese Akkus entwickeln und bauen. Ich rieche da stumpfe Geldgier. Konzentriert euch mal lieber auf Gewichtsreduzierung, Effizienzsteigerung und alternative Kraftstoffe a la CNG LPG Ethanol und Pflanzenöl. Und hört auf mit dem Strom-Blödsinn.
@Georg
Wirst du etwa auch von VW bezahlt? So einen quatsch habe ich ja noch nie gehört, nur weil ihr nicht damit klar kommt das Japaner einfach die besseren Autos bauen!
Der Opel Ampera wäre die Lösung. Das einzige Problem ist das er ständig brennt und nun schon unzählige Familien ausgelöscht hat.
Deshalb gibts nur einen Weg: Opel Mokka, die Pisskarre