Elektromobilitätsgipfel Berlin 2013

— 27.05.2013

Mehr Energie, bitte!

Busspurbenutzung, freies Parken in der Innenstadt – laut Kanzlerin Merkel könnte das mal kommen. Aber holt Deutschland so bei der E-Mobilität auf?

Die Kanzlerin kam, sah sich ein paar E-Autos, Ladesäulen und (erstmals überhaupt) eine Batterie an – und sprach auf der Internationalen Konferenz Elektromobilität in Berlin aus, was niemanden überraschte. Leider. Die Pläne und Projekte der Regierung seien ambitioniert, aber man sei gut gerüstet. Und die Bundesregierung sei immer bereit, Ziele auch umzusetzen, aber diese müssten auch realistisch sein. Ob Angela Merkel damit die eine Million E-Autos meinte, die 2020 auf deutschen Straßen fahren, kann nur erahnt werden.

Elektromobilitätsgipfel 2013: Kommentar

Hauke Schrieber berichtet live vom Elektromobilitätsgipfel 2013 in Berlin.

Ansonsten nix Neues: Staatliche Kaufanreize nein, Super-Credits ja! Schließlich kämen die Innovationen ja von Herstellern vornehmlich großer Autos, und das müsse man belohnen, indem ihre Öko-Modelle beim Flottenverbrauch zigfach zählen müssten. Brüssel wird's schon richten. Wer auf Handfestes hoffte, wurde von der Kanzlerin enttäuscht. Deutschland sei nicht überall voraus, aber man sei bereit, von anderen zu lernen. Das beruhigt aber! Keine Ankündigungen, jetzt Voraussetzungen zu schaffen, das (teure) E-Auto attraktiver zu machen: Busspurbenutzung, freies Parken in der Innenstadt – könnte später mal kommen. So holt Deutschland nicht auf.

Konferenz in Berlin: Schachern um Subventionen

Mit 5300 zugelassenen Ampera ist Opel in Europa Marktführer bei den Plug-ins – und zahlt bei jedem Exemplar drauf, verrät Markenchef Neumann.

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann gab immerhin gab zu, dass die Entwicklung der E-Mobilität langsamer voranginge, als er (der noch als Conti-Chef von Anfang an dabei war) 2010 erhofft hatte. Mit 5300 zugelassenen Ampera ist Opel in Europa Marktführer bei den Plug-ins, "und wir zahlen mit jedem verkauften Ampera drauf", wie Neumann zugibt. Verständlich, dass so ein Firmenchef Entschädigungen in Form der Super-Credits fordert.

Die klarsten Worte des Nachmittages formulierte ausgerechnet Bahn-Chef Rüdiger Grube, mit seinem e-Flinkster Car Sharing einer der größten Anbieter von E-Mobilität im Lande. "Wenn Elektromobilität nachhaltig ein Erfolg werden soll brauchen wir ein konsequenteres Vorgehen. Das ist alles zu halbherzig."

Genau wie dieser Kongress. Leider.

Autor: Hauke Schrieber

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