Elektronische Fahrtenbücher

Wenn Elektronik Buch führt Wenn Elektronik Buch führt

Elektronische Fahrtenbücher

— 02.01.2003

Wenn Elektronik Buch führt

Der Mikrochip revolutioniert das Fahrtenbuch. Doch arbeiten diese Helfer zuverlässig, sparen sie Zeit?

Was bringen E-Fahrtenbücher?

AUTO BILD testete drei Geräte. Ergebnis: Die Fahrtenbücher erfassen alle Strecken korrekt. Das gilt sogar für die beiden GPS-gestützten bei Fahrten durch Tunnel. Erstaunlich, schließlich haben Satalliten hier Probleme, das Auto zu orten. Der Datenabgleich mit dem PC ist durch die Bank einfach. Oscar sendet die Daten sogar automatisch per Telefon ins Internet.

Nachteil aller Geräte: Ihre Programme berechnen Privat- und Geschäftsanteil, Reiseziel und -zweck müssen am PC nachgetragen werden. Ein Zeitvorteil gegenüber der Buchführung auf Papier bleibt nicht. Deshalb halten wir die Hightech-Fahrtenbücher nicht für sinnvoll. Schließlich kosten sie viel Geld. Unter dem Strich bleibt nur eine Spielerei, die unter Umständen die Batterie leer saugt, wie dies bei uns passierte.

AUTO BILD-Tipp Das günstigste und damit beste Fahrtenbuch ist aus Papier, kostet rund sieben Euro und wird von Hand ausgefüllt. Damit die Berechnung von geschäftlichem und privatem Anteil klappt, müssen Reiseziel und Strecke, Reisezweck sowie der Name bzw. die Firma des Besuchten genau eingetragen werden. Nur bei Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sowie bei Privatfahrten bleiben diese Spalten leer. Das Fahrtenbuch muss sechs Jahre lang aufbewahrt werden.

Testergebnisse im Überblick

Alle Geräte wurden im selben Fahrzeug eingebaut, gefahren und getestet. Während der Einbau von CarTech und Oscar auch für Laien möglich ist, muss das Rewald-Gerät in einer Werkstatt installiert werden. Dafür schnitt es am besten ab. Preislich liegen alle elektronischen Fahrtenbücher auf hohem Niveau über 1000 Euro.

CarTech Travel Control Gut: simpler Einbau, Datenabgleich per Karte. Schlecht: Bedienung manchmal holperig (Tasten zum Teil schwergängig), Streckenerfassung per GPS (Unsicherheit in Tunneln, Parkhäusern und bei Satellitenabschaltung), hoher Preis: 1210 Euro plus Einbau AUTO BILD-Urteil: ausreichend

Q10 Telematic GmbH Oscar Gut: einfache Bedienung und Einbau. Schlecht: Streckenerfassung per Satellit (Problemfälle Tunnel, Parkhäuser, Satellitenabschaltung), Datenübertragung per Mobiltelefon ins Internet (Wie sicher sind Daten im Web?), Preis: 1238 Euro plus Einbau AUTO BILD-Urteil: ausreichend

Rewald GmbH eRoad Gut: Streckenerfassung über Tacho-/ Geschwindigkeitssignal des Pkw, Datenabgleich per Smart-Kart. Reiseziel und -zweck werden aufgesprochen. Schlecht: Einbau aufwendig (Werkstatt!), Preis: 1200 Euro plus Einbau in der Werkstatt AUTO BILD-Urteil: befriedigend

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