Elektrostudie Mute

Elektrostudie Mute von der TU München: IAA 2011

— 08.09.2011

So kommt der Mute

Leicht, fahrdynamisch und erschwinglich: Die TU München zeigt auf der IAA 2011 ihre Studie Mute, die all das für die Zukunft verspricht. Jetzt gibt es einen offizielles Bild des Stromers.

Die Türgriffe sind dran, die Felgen fertig, die Linien vollendet. Die TU München hat ein erstes "echtes" Bild seiner Elektrostudie veröffentlicht, die zur IAA 2011 in Frankfurt (15. bis 25. September) fertig sein soll. Mute (englisch für "gedämpft", "leise") heißt das ultraleichte Elektrofahrzeug, das Studenten und Mitarbeiter von 21 Lehrstühlen zusammen mit industriellen Partnern in langer Forschungsarbeit entwickelt haben. Ein Projekt, das zeigen soll, dass Elektromobilität in absehbarer Zukunft Spaß machen und erschwinglich sein kann. Oder: ein Elektrofahrzeug für Jedermann.

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Nur 400 Kilogramm Leergewicht plus 100 Kilo Batterie bringt die Studie auf die Waage – das ist sehr wichtig für ein Elektrofahrzeug. Denn viel Gewicht bedeutet mehr Energieverbrauch und weniger Fahrdynamik. Die aber besitzt der 3,55 Meter lange, 1,55 Meter breite und 1,31 Meter hohe Mute dank einer ganzen Reihe technischer Feinheiten. Die wichtigste trägt den Namen Torque-Vectoring. Dabei überträgt eine ins Differential eingebaute Elektromaschine die Kraft von bis zu 16,5 kW ideal auf die Hinterräder und optimiert zudem die Energierückgewinnung beim Bremsvorgang. Die besonders gute Kraftverteilung gleicht auch den querdynamischen Nachteil der schmalen Reifen (115/70R16) aus. Diese besitzt der Zweisitzer wegen des geringen Rollwiderstandes und der daraus resultierenden größeren Reichweite. Sie soll bei rund 100 Kilometern mit maximalem Tempo 120 km/h liegen.

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Als Energiespeicher fungiert eine Kombination aus Lithium-Ionen-Akku und einer Zink/Luft-Batterie als Range Extender. Da das Heiz-/Kühlsystem bei einem Elektrofahrzeug oft reichlich Reichweite kostet, entwickelte der Lehrstuhl für Thermodynamik ein Konzept, bei dem die Gesamtperformance nicht leidet. Der Fokus lag hier auf der Innenraumklimatisierung. Und die Sicherheit? Das Niveau des Mute liegt laut Mitentwickler und Testfahrer Michael Graf dank Torque-Vectoring und ESP im "oberen Viertel der derzeitigen Mittelklassefahrzeuge". Das Kurvenverhalten wurde über Federung, Dämpfung und Kinematik der Achse ebenfalls optimiert. Nach Angaben der TU München absolvierte der Mute-Erlkönig den doppelten Spurwechsel zur höchsten Zufriedenheit der Forscher. Bis zur Serienreife wird es laut Graf aber wohl noch fünf Jahre dauern. Dann soll das Preisniveau des E-Autos auf Smart-Höhe liegen.

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