Elektrostudie Mute von der TU München: IAA 2011 — 08.09.2011
So kommt der Mute
Leicht, fahrdynamisch und erschwinglich: Die TU München zeigt auf der IAA 2011 ihre Studie Mute, die all das für die Zukunft verspricht. Jetzt gibt es einen offizielles Bild des Stromers.
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Nur 400 Kilogramm Leergewicht plus 100 Kilo Batterie bringt die Studie auf die Waage – das ist sehr wichtig für ein Elektrofahrzeug. Denn viel Gewicht bedeutet mehr Energieverbrauch und weniger Fahrdynamik. Die aber besitzt der 3,55 Meter lange, 1,55 Meter breite und 1,31 Meter hohe Mute dank einer ganzen Reihe technischer Feinheiten. Die wichtigste trägt den Namen Torque-Vectoring. Dabei überträgt eine ins Differential eingebaute Elektromaschine die Kraft von bis zu 16,5 kW ideal auf die Hinterräder und optimiert zudem die Energierückgewinnung beim Bremsvorgang. Die besonders gute Kraftverteilung gleicht auch den querdynamischen Nachteil der schmalen Reifen (115/70R16) aus. Diese besitzt der Zweisitzer wegen des geringen Rollwiderstandes und der daraus resultierenden größeren Reichweite. Sie soll bei rund 100 Kilometern mit maximalem Tempo 120 km/h liegen.
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Als Energiespeicher fungiert eine Kombination aus Lithium-Ionen-Akku und einer Zink/Luft-Batterie als Range Extender. Da das Heiz-/Kühlsystem bei einem Elektrofahrzeug oft reichlich Reichweite kostet, entwickelte der Lehrstuhl für Thermodynamik ein Konzept, bei dem die Gesamtperformance nicht leidet. Der Fokus lag hier auf der Innenraumklimatisierung. Und die Sicherheit? Das Niveau des Mute liegt laut Mitentwickler und Testfahrer Michael Graf dank Torque-Vectoring und ESP im "oberen Viertel der derzeitigen Mittelklassefahrzeuge". Das Kurvenverhalten wurde über Federung, Dämpfung und Kinematik der Achse ebenfalls optimiert. Nach Angaben der TU München absolvierte der Mute-Erlkönig den doppelten Spurwechsel zur höchsten Zufriedenheit der Forscher. Bis zur Serienreife wird es laut Graf aber wohl noch fünf Jahre dauern. Dann soll das Preisniveau des E-Autos auf Smart-Höhe liegen.
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Kommentare zum Artikel (13)
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"Und C-Zero, i-On und MiEV sind 1,48 m breit, Platz genug. Diese 1,55 sind unnötig breit, unaerodynamisch."
- Bitte nochmal Nachhilfe in Strömungsmechanik ... viel mehr Einfluss hat Fahrzeughöhe. Ansonsten gilt das Selbe wie eins drüber
Sorry Jungs (und Mädels?), aber die Leute, die hier motzen, haben halt einfach keinen Plan. Könnt ihr nicht über Dinge klugscheissen, bei denen ihr euch auskennt? Vielleicht versucht ihr es mal mit Respekt vor diesen Leuten. Die versuchen echt was zu bewegen.
"100km Reichweite,120 Spitze? Langweilig und überholt!
Deutscjland geht mit solchen "besten" Wissenschaftler BADEN!!!"
- Richtig. 100 Punkte. Die Chinesen haben es nämlich mittlerweile geschafft, sämtliche Naturgesetze auszuhebeln und schaffen es, mit LiIon-Batterien sogar noch eine höhere Leistungsdichte als Plutonium zu erreichen.
@jupjup: Mal im Ernst - dümmer geht's halt einfach nicht.
"3,55 Meter sind für einen 2-Sitzer viel zu lang, unnötig unhandlich. Da hätten die 4 Sitze machen können!"
- Logo. Gute Idee, wenn man keine Ahnung hat von Crash-Mechanik. Und wenn's dann kracht mit 20cm Knautschzone, dann freut man sich mit Querschnittslähmung besonders über das viele Raumgefühl im Fahrzeug
Das Best-of dieser Weisheitensammlung....
"Hinten schlanker wg. Aerodynamik auch gut"
- Nö, da verfrühter Strömungsabriss und damit Cw-Wert-Verschlechterung
"ach ja, der Preis soll auf Smart Niveau liegen?Habe gerade einen beim Händler gesehen"
- Sehr gut. Jetzt noch das Preisschild richtig lesen, und dann nochmal mit dem profunden Fachwissen bewerten.
Oh mein Gott. Hier sind ja die echten Chefs am Start. Sag mal, hat einer von euch Kennern auch mal eine Physik-Stunde aufgepasst (sofern das mal auf dem Stundenplan stand). Mich interessieren solche Konzepte auch. Ich selbst hab mir das Konzept auf dem IAA-Stand angesehen und ja...das Konzept kann an der ein oder anderen Stelle noch optimiert werden (what a surprise: Es ist ein Forschungsfahrzeug!).
Aber logo - wenn in Deutschland mal versucht wird, was auf die Beine zu stellen, kommen ein paar Klugscheisser und müssen ihrem Geltungsbedürfnis mit feinsten Binsenweisheiten nachkommen.