Energieausweis in der Kritik

Toyota Prius VW Polo BlueMotion

Energieausweis in der Kritik

— 21.05.2010

Öko-Label unter Beschuss

Die Idee wirkt grün: ein Energiepass für Autos, ähnlich den Kennzeichnungen auf Kühlschränken. Die Umsetzung stößt jedoch auf Kritik, vor allem beim Verkehrsclub Deutschland.

Nach Vertretern aus der Politik kritisieren nun auch Verkehrsklubs und Umweltverbände das geplante Öko-Label für Neuwagen. "Kontraproduktiv und ökologisch nicht zielführend" nennt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) den geplanten Energiepass. Danach sind ähnlich wie bei Kühlschränken acht Energieeffizienzklassen geplant. Der beste Wert ist A+, der schlechteste G. Zur Einteilung in eine der Klassen sollen sowohl der CO2-Ausstoß als auch das Fahrzeuggewicht herangezogen werden. In seiner jetzigen Form sei das Vorhaben geeignet, "schweren Nobelkarossen ein grünes Mäntelchen umzuhängen", so VCD-Chef Werner Korn.

Hier geht es zum Greencars-Channel

Nach VCD-Angaben bekommt zum Beispiel ein 875 Kilogramm leichter Toyota Aygo mit 106 Gramm CO2 pro Kilometer ebenso ein D wie ein Audi A8 4.2 TDI, der 1995 Kilogramm wiegt und 199 Gramm CO2 ausstößt. Das federführende Bundeswirtschaftsministerium wollte die VCD-Berechnungen nicht kommentieren und verweist stattdessen auf noch laufende Beratungen mit Verbänden, Ländern und der Europäischen Union. Einen genauen Zeitplan für die Einführung des Energiepasses gebe es noch nicht.

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