Englische Polizei fährt Smart

Englische Polizei fährt Smart

— 06.11.2002

Britische Sparsamkeit

Auch in Großbritannien muss gespart werden. Deshalb bekommt die Polizei jetzt Smart. Was manche Ordnungshüter gar nicht witzig finden.

Deutschland macht es vor, Großbritannien zieht nach: In Norfolk, Northumbria, West Mercia und London werden jetzt die ersten Smart im Streifen-Dienst getestet. Die simple Rechnung: In der Anschaffung kostet ein Smart nur ein Fünftel des Volvo V70 T5, einem der Lieblings-Streifenwagen der Inselordnungshüter. Auch die laufenden Kosten von 14,3 Cent pro gefahrenem Kilometer sind im Vergleich zum Volvo (82,9 Cent) verschwindend gering.

Die Frage lautet nur: Flößt ein Ordnungshüter im Smart noch Respekt ein? "Das Auto ist ein kümmerliches Spielzeug", klagt Polizist James Brown, der in Norfolk im Smart Streife fahren" muss". Ein Kollege: "Es ist uns peinlich, in so einem Wagen unterwegs zu sein. Die Leute müssen ja denken, wir sind Polizisten aus einem Kinderbuch."

Anders Kommissar Nick Davidson: "Das Auto fällt mehr auf als gewöhnliche Streifenwagen. In Problemzonen werden Kriminelle es schnell erkennen." Davidson räumt allerdings ein, dass der Smart nur begrenzt einsatzfähig ist. "Der Wagen eignet sich nicht, um zu notfällen zu fahren, Verhaftete abzutransportieren oder Verfolgungsjagden aufzunehmen."

Will sagen: Insel-Einsatz wie in Hamburg, wo seit über einem Jahr ein Polizei-Smart im Einsatz ist. Der Kleine dient vor allem für Besorgungsfahrten. Und zu Werbezwecken. Denn als Sympathieträger ist "Peter 14/20" kaum zu schlagen.

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