Enthüllung Porsche Panamera

— 24.11.2008

Das ist der Familien-Porsche

Porsche lupft das Deckchen vom Panamera und präsentiert sein neues Modell dem breiten Publikum. Die GT-Silhouette verspricht viel Neues – ohne die Zugehörigkeit zur Porsche-Familie zu verleugnen.
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Von Boris Pieritz Motorhaube, Scheinwerfer und Alufelgen nebst Bereifung des Panamera hat uns Porsche bereits im September 2008 serviert. Jetzt lassen die Zuffenhausener die komplette Sportwagen-Großkatze aus dem Sack – rund ein dreiviertel Jahr vor der Markteinführung. Und auf den ersten Blick wird klar: Der Panamera soll aufgrund seines Designs und seines Profils ein komplett neues Mitglied der Porsche-Familie werden. Das Konzept für den viertürigen Reise-Sportwagen steht auf drei Pfeilern: Porsche möchte "sportliche Fahrdynamik mit variablem Innenraum und dem souveränen Fahrkomfort eines Gran Turismo" vereinen. Der Panamera soll mit seiner Formensprache ein neues Segment besetzen. Mit 1,93 Meter Breite und 1,42 Meter Höhe ist er deutlich breiter und flacher als vergleichbare viertürige Limousinen.
Turbo-Motoren und Direkteinspritzung
Die lange Motorhaube mit den großen Lufteinlässen anstelle eines Kühlergrills zeigen aber auch eindeutig: Ich bin, trotz aller Neuheiten, ein Porsche! Da lässt an vielen Ecken und Enden ganz deutlich der 911er grüßen. Die üppigen Radkästen über den Hinterrädern, die Coupé-ähnliche Dachlinie und die deutlich sichtbaren Auspuff-Endrohre machen ebenfalls klar, dass es sich hier um einen reinrassigen Porsche handelt. Im Motorenregal befinden sich V-Triebwerke mit sechs und acht Zylindern, die zwischen 300 und 500 PS leisten. Einige Motoren sind von Abgas-Turbos aufgeladen und verfügen über Direkteinspritzung – rechnet sich die Nähe zum VW-Konzern. Die Gänge werden wahlweise über ein manuelles Sechsganggetriebe oder über das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) gewechselt. Die unteren Motorisierungen kommen mit Heckantrieb, stärkere Panamera-Versionen sind mit Allradantrieb erhältlich.
Piloten-Gefühl auch für die Hintensitzer
Im Innenraum ist das Cockpit mit den zentralen Bedieninstrumenten, wie bei Porsche üblich, auf die Bedürfnisse des Fahrers ausgerichtet. Durch ein neues Raumkonzept will Porsche "dieses spezielle Piloten-Gefühl auf allen vier Plätzen" vermitteln. Vier Plätze? Ja, vier Plätze. Auch im Fond des Panamera sind Einzelsitze verbaut. Mehr als vier Köpfe darf die Porsche-Familie also nicht zählen, um mit dem Panamera auf Tour gehen zu können. Immerhin erlauben umklappbare Sitzlehnen im Fond variables Beladen. Konkrete Details zu den Motorisierungen sowie Preisen und Ausstattungen gibt Porsche im Frühjahr 2009 bekannt, im Spätsommer wird der Panamera in den Handel kommen. Ende 2010 soll dann eine verbrauchs- und emissionsarme Hybrid-Version des Familien-Sportlers an den Start gehen.
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