Erlkönig Skoda Superb

Skoda Superb: Erlkönig-Test im Death Valley Skoda Superb: Erlkönig-Test im Death Valley

Erlkönig Skoda Superb

— 05.11.2007

Skodas neue Oberklasse

Weltpremiere auf dem Genfer Salon im März, Markteinführung im Laufe des Jahres 2008: Skoda hat sein neues Spitzenmodell fertig. AUTO BILD-Redakteur Dirk Branke durfte sich bereits davon überzeugen. Im sengend heißen Death Valley.

Das Tal des Todes – gemeinhin bekannt als Death Valley – ist eine einsame Gegend an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada und einer der heißesten Punkte der Erde. Unter einer erbarmungslos glühenden Sonne ziehen sich endlose Gesteins- und Geröllwüsten, kein Baum und kein Strauch spenden Schatten. Aber gute Straßen gibt es – und auf denen tummeln sich zwischen den Geländewagen der Touristen seltsam verhüllte Autos: Fast alle Hersteller unterziehen hier ihre brandneuen Modelle einem Hitzetest. Dabei geht es nicht nur um die Klimaanlagen (obwohl es ohne die unerträglich wäre), sondern um das gesamte Auto: Wie verhält es sich unter diesen extremen Bedingungen? Kocht der Motor? Halten die Dichtungen – es ist eine staubige Gegend hier? Stinken die Kunststoffe etwa? Und unter besonderer Beobachtung stehen natürlich auch Motor, Getriebe und Fahrwerk.

Klassisches Stufenheck mit großer Heckklappe

Stattliche Limousine: Der neue Skoda Superb soll zwischen VW Passat und Audi A6 rangieren. Urteil nach ersten Tests im Death Valley: Positionierung erreicht.

Genau hier ist auch der neue Skoda Superb unterwegs, obwohl Skoda zum Beispiel in den USA gar keine Autos verkauft. An Front und Heck ist der Wagen noch getarnt. Auf den ersten Blick erkenne ich aber eine stattliche Limousine mit ausgewogenen Proportionen. Exakte Maße verraten die Skoda-Leute nicht, aber der Neue ist noch mal etwas größer geworden als der Vorgänger (Länge 4803 Millimeter, Breite 1765 mm, Höhe 1469 mm), wird wohl genau zwischen Passat (4,77 Meter lang) und Audi A6 (4,92 Meter) liegen. Verhüllt, aber doch gut erkennbar: Der neue Superb sieht aus wie ein klassisches Stufenheck, bekommt aber eine große Heckklappe, etwa so wie der Octavia.

Skodas Premium-Anspruch: Anleihen bei Audi und sechs Motoren

Das zweifarbige Cockpit ist eine überaus gelungene Mischung aus klassischem Skoda-Design – unaufgeregt und ohne Schnickschnack – und ein paar Elementen im Audi-Stil. Die Lüftungsdüsen mit Chromrand zum Beispiel haben wir schon in diversen Audi gesehen. Beim Platz wird der Skoda dann sowieso weit vorn liegen: vorn geräumig und hinten riesig. Hier kann selbst der Redakteur (1,93 Meter) lässig die Beine übereinanderschlagen. Bei der Technik konnte sich Skoda natürlich im VW-Audi-Baukasten bedienen. Auch hier verraten die Skoda-Leute zwar noch keine Details, wir rechnen aber mit sechs, quer eingebauten, Motoren: Bei den Benzinern mit dem 1,4-Liter-TFSI mit 140 PS, dem 1,8-Liter-TFSI mit 160 PS und als Spitzenmodell dem 3,2-Liter-V6-FSI mit 255 PS. Etwas überraschend bleibt der 1,9-Liter-TDI mit Pumpe-Düse im Programm – als besonders preiswertes Einstiegsmodell. Dazu kommt dann der neue Zweiliter-Common-Rail-Motor in zwei Ausbaustufen (140 und 180 PS).

Im Testauto war der 1,8-Liter-TFSI eingebaut, und das kräftige, drehfreudige Aggregat passt gut zum Superb. Zu tun hat er trotzdem – der neue Superb ist ganz bestimmt kein Leichtgewicht, sondern groß und solide. Die Skoda-Leute haben insgesamt spürbar viel Wert auf Komfort gelegt, der Superb fährt sehr leise und federt angenehm, viel geschmeidiger jedenfalls als sein in die Jahre gekommener Vorgänger. Der wurde seit 2002 gebaut, pro Jahr verkaufte Skoda davon weltweit etwa 20.000 Autos. Vom Neuen sollen es schon etwas mehr werden. Und das klappt ganz bestimmt.

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