Erlkönige April 2008

Erlkönige April 2008

— 01.04.2008

Die Autos von morgen

Dacia schickt den Logan ins Gelände, Skoda rüstet den Superb Combi für den Angriff auf den Passat, Aston Martin wird ultra-sportlich – und Ferrari mit dem Dino volksnah. Hier sind die Erlkönige im April.

Na, das wird dem bisherigen Platzhirschen unter den Mittelklasse-Kombis wohl kaum gefallen, was den Erlkönig-Jägern da vor die Linse gefahren ist. Mit dem Skoda Superb Combi macht sich ein absolut ernst zu nehmender Gegner für den VW Passat Variant zum Kampf um die Käufergunst bereit. Im Frühjahr 2010 soll der geräumige Luxus-Tscheche beim Händler stehen – rund 3000 Euro billiger als sein Konzernbruder Passat. Den dürfte nicht nur der günstige Preis, sondern auch das Motorportfolio das Fürchten lehren: Die Benziner-Palette erstreckt sich vom 1.8 FSI mit rund 140 PS bis zum maximal 300 PS starken 3,6-Liter-V6 – übrigens auch die Topmaschine im neuen Passat CC. Bei den Dieseln reicht das Leistungsangebot von knapp über 100 bis 170 PS.

Aston Martin schickt einen echten Supersportler ins Rennen

Supersportler aus dem Königreich: Mit dem rund 550 PS starken V12 Vantage RS stellt Aston Martin ein ganz dickes Ding auf die Straße.

Wo beim Skoda Superb in Sachen Leistung längst Schluss ist, fängt der Spaß beim Aston Martin V12 Vantage RS noch lange nicht an. Der sechs Liter große Zwölfzylinder im Bug des eleganten Engländers leistet mit rund 550 PS fast 100 Prozent mehr als der 3,6-Liter-V6 im Skoda. Und damit ist auch klar, wo die Erlkönigjäger den Supersportler abgeschossen haben: bei Abstimmungsfahrten in der Nähe der Nordschleife. Denn den Namenszusatz "RS", der für "Road Sport" steht, nehmen die Briten absolut ernst. Schließlich sollen damit auch die RS-Modelle von Porsche angegriffen werden, ohne dass der Vantage genauso extrem wäre. Ab Frühjahr 2009 soll der Aston Martin V12 Vantage RS auch auf öffentlichen Straßen sein Unwesen treiben. Das unüberschaubar große Heer der Hinterherfahrer erkennt ihn an der Geschwindigkeit, mit der er sich aus dem Blickfeld entfernt, und an den beiden dicken Endrohren.

Dacia Logan und Cadillac CTS bekommen neue Brüder

Schneetreiben: Auch die SUV-Version vom Dacia Logan ist schon unterwegs.

Fleißig abgeklebt haben auch die Cadillac-Entwickler die nächste Evolutionsstufe des Cadillac CTS. Der neue Look scheint der Linienführung der im Januar 2008 bei der North American International Auto Show in Detroit gezeigten Studie CT Coupé zu folgen. Sollte das Serienmodell zum Produktionsstart im Mai 2009 noch mehr von dem ersten Messe-Vorgeschmack übernehmen, dürfen sich Cadillac-Fans schon mal auf bis zu 308 PS aus dem bewährten Northstar-V8 freuen. Und so wie der CTS einen Coupé-Bruder bekommt, darf sich auch der rumänische Preisbrecher Logan auf Familienzuwachs freuen. Zumindest als Erlkönig ist der hochbeinige Allradler im SUV-Look schon unterwegs. Der soll auf die Antriebstechnik der ersten Generation des Nissan X-Trail vertrauen und im Herbst 2010 an den Start gehen. Natürlich, wie von den Rumänen gewohnt, konkurrenzlos günstig bei Preisen um 11.000 Euro. Überaus spannend ist der osteuropäische Schlammspringer auch vor dem Hintergrund, dass Renault seit einigen Wochen beim russischen Avtovaz-Konzern im Boot sitzt und für den Offroad-Dacia damit auch eine zweite Karriere als Nachfolger des Lada Niva anstehen könnte.

Der kleine Ferrari kommt

Nicht ganz so kräftig wie die restlichen Boliden des Hauses, aber nicht minder attraktiv für Freunde gepflegter Sportlichkeit ist der Ferrari Dino, dem die Italiener aktuell die nötige Wettkampfhärte ins Fahrwerk brennen. Der Name hat bei den Roten in Maranello Tradition. Der erste Dino war von 1968 bis 1976 im Dienst und markierte den Einstieg in die Ferrari-Welt. Traditionell von Pininfarina gezeichnet, wird der zukünftige Baby-Ferrari die Technik des Maserati 8C Competizione erben. Das heißt: Unter der Haube gluckert ein klassischer V8-Benziner, der mindestens 400 PS an die Hinterräder ausliefern wird. Rund 100.000 Euro sollten Ferraristi für einen Dino einplanen, von dem ab 2009 gut 400 Stück pro Jahr das Maserati-Werk in Modena verlassen sollen.

Mehr über die Autos von morgen gibt es wie immer auf der Erlkönig-Seite und in der Bildergalerie. Unter anderem mit dabei: frische Eindrücke der nächsten Astra-Generation, neue Fotos der kommenden E-Klasse, ungetarnte Aufnahmen des Aston Martin DBS Volante, erste Bilder des neuen Toyota Avensis, der Skoda Superb Combi, die Allrad-Version des Dacia Logan sowie die letzten Nürburgring-Testfotos des Alfa Mi.To.

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