Porsche Cayenne V6 TDI

Erste Ausfahrt im Porsche Cayenne Diesel

— 31.12.2008

Dieser Diesel macht die Düse

Wenige Meter vor dem Ausgang des Stuttgarter Flughafens parkt eine Revolution. Denn einen Selbstzünder gab es in der rund 80-jährigen Porsche-Geschichte noch nie zu kaufen. Exklusive Ausfahrt mit dem Porsche Cayenne Diesel.

Innen ist alles wie immer: Das Zündschloss befindet sich links vom Lenkrad. Auf den Dreh mit dem Schlüssel folgt ein kurzer Gasstoß – und ein so leises Säuseln des Motors, dass kaum zu vernehmen ist, was für ein Triebwerk unter der Haube steckt.

Der Motor stammt von Audi

Es ist ein 240 PS starker Sechszylinder von Audi. Der gleiche Motor, der u.a. auch den Q7 antreibt. Dynamisch, fast spielerisch schiebt das 3,0-Liter-Triebwerk den Porsche an. Selbst bei kräftiger Beschleunigung klingt der Motor nie nach einem knurrigen Diesel. Das liegt an einigen Veränderungen, die die Entwickler am Motor vorgenommen haben. Markante Unterschiede gegenüber Cayenne (290 PS) oder Cayenne S (385 PS) sind bei der Beschleunigung aus dem Stand spürbar, weil der Drehzahlbereich bei einem Diesel nicht so dehnbar ist wie bei Benzinern. Trotzdem: 8,3 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h sind ein guter Wert.

Bei kleinen Spurts hat der Benziner keine Chance

Zwischenbeschleunigungen erledigt der Diesel bedeutend leichtfüßiger als der 290-PS-Benziner.

Genauso auffällig ist, dass es im Cayenne Diesel kein Turbo-Loch gibt. Erst mal in Fahrt, ist der Diesel einem Benziner-Cayenne sogar überlegen. Das Drehmoment des Diesels liegt mit 550 Newtonmetern spürbar höher. Zwischenbeschleunigungen erledigt er bedeutend leichtfüßiger als der 290-PS-Benziner mit seinen 385 Newtonmetern. Spitze: 214 km/h. Wie bei allen Cayenne gibt es auch im Diesel eine Taste in der Mittelkonsole, um den Sportmodus des Motors zu aktivieren. Der Sechszylinder reagiert dann spontaner und schaltet etwas später – das ließ sich einrichten, weil der Wagen nur mit sechsstufiger Automatik zu bekommen ist.

Reichweite: ca. 1000 Kilometer

Wie bei Porsche üblich, kann man die Gänge aber auch selbst wechseln: über Schaltpunkte am Lenkrad oder durch Antippen des Wahlhebels zwischen den Vordersitzen. Beim Fahrverhalten hebt sich der sportlich-fest gefederte Cayenne von anderen Geländewagen ab. Seine direkte Lenkung vermittelt ein gutes Gefühl für Straße und Auto. Die als Extra erhältliche Luftfederung bietet weitere Möglichkeiten der Verfeinerung: Drei Stufen der Dämpferkraft und sechs wählbare Bodenfreiheiten stehen zur Verfügung. Zu den dicken Pluspunkten des Diesels gehört der sparsame Verbrauch: 9,3 Liter (CO2: 244 g/km) im Schnitt. Die Reichweite beträgt dank 100-Liter-Tank rund 1000 Kilometer. Der Fahrer eines Cayenne Turbo muss auf dieser Strecke nicht selten zweimal tanken. Und das kostet mehr als nur Zeit. Der Cayenne Diesel kostet ab 56.436 Euro. Zum Vergleich: Der 290-PS-Benziner ist ab 52.449 Euro zu haben.

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