Erste Bilder Renault Mégane

— 02.09.2008

Der neue Mégane kommt ohne Kanten

Renault wagt mit dem neuen Mégane einen radikalen Schnitt: Im Gegensatz zum Vorgänger setzen die Franzosen statt auf Kanten und Bürzelheck auf üppige Rundungen. Erste Fotos!
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Von Stephan Bähnisch Anders, aber keinfalls mutlos zeigt sich der neue Renault Mégane auf ersten Bildern. Setzte Generation zwei mit Kanten und eigenwillig geformtem Bürzelheck Schwerpunkte, kommt der neue Mégane mit runden Formen und Coupé-ähnlicher Optik. Premiere feiert der kompakte Golf-Gegner auf der Paris Motor Show (4. bis 19. Oktober 2008). Vorn lässt sich wegen der schmalen Scheinwerfer die Ähnlichkeit mit dem großen Bruder Laguna nicht verleugnen, das Heck aber ist eine für Renault gänzlich neue Kreation und polarisiert ähnlich wie das des Vorgängers. Die Motorhaube mit einer Pfeilung in der Mitte und seitlichen Sicken hat durchaus sportliche Züge. Dazu tragen auch die flach stehende Frontscheibe und die schmal zulaufende Linie der Seitenfenster bei. Das sieht dynamisch aus, dürfte aber die Rundumsicht nicht eben verbessern. Auch sonst mimt der Mégane III den Sportler: ausgestellte Radkästen, breite C-Säule, großer Kühlergrill – das macht Eindruck.
Diverse Ableger kommen noch
Rundes Heck mit breiter C-Säule: Sieht gut aus, sorgt aber nicht gerade für Durchblick nach hinten.
Rundes Heck mit breiter C-Säule: Sieht gut aus, sorgt aber nicht gerade für Durchblick nach hinten.
Sportlich soll es auch weitergehen. Bereits kurz nach dem Fünftürer (Anfang 2009) soll ein Coupé folgen, natürlich kommen auch die Van-Ableger Scénic und dessen lange Variante Grand Scénic. Auch ein Kombi (Grandtour), ein Cabrio sowie eine echte Sportvariante sind in der Pipeline. Die Motoren stammen weitgehend aus der aktuellen Palette und sollen zwischen 90 PS (Basis-Diesel) und 180 PS (Turbo-Benziner) leisten. Das "Downsizing"-Prinzip wird bei Renault um eine Variante erweitert: Der neue Turbo-Benziner 1.4 16V TCE 130 wird 2009 den neuen Mégane befeuern. 190 Newtonmeter Drehmoment versprechen sportliche Fahrleistungen. Aus Kostengründen verzichtet Renault jedoch auf eine Benzindirekteinspritzung.

Außerdem arbeitet Renault an einem System zur Minderung der schädlichen Stickoxide (NOx) bei Dieselmotoren, das zunächst im Espace mit einem 2,0-Liter-Selbstzünder zum Einsatz kommt, später aber auch in anderen Modellen saubere Verbrennung garantiert. Um den CO2-Flottenausstoß weiter zu senken, arbeitet Renault außerdem gemeinsam mit Nissan an der Entwicklung eines Elektrofahrzeugs. Serienstart ist wohl 2011.
Hier geht es zum Paris Motor Show 2008-Spezial.
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