Erste Fahrt mit Fiat MultiAir — 26.06.2009

Italienische Revolution

Im September rollt die italienische Revolution auf uns zu. MultiAir heißt sie, und Fiat hat sie erfunden. Wichtigster Vorteil: 25 Prozent Spritersparnis. autobild.de erklärt, wie das neue System funktioniert.

Statt über eine Nockenwelle werden die Einlassventile über ein Hydrauliksystem gesteuert. So kann Fiat das Luft-Benzin-Gemisch zu nahezu jedem beliebigen Zeitpunkt und in fast jeder gewünschten Menge in den Zylinder einspritzen. Auch mehrfach, falls erforderlich. Selbst mit einer verstellbaren Nockenwelle war das bisher nur bedingt möglich. Somit kann MultiAir die Gemischzufuhr jedem Lastzustand optimal anpassen. Beim kräftigen Beschleunigen wird über einen langen Zeitraum viel eingespritzt, beim sanften Dahingleiten wird der Einspritzzeitpunkt nach hinten geschoben und die Öffnungszeit der Ventile verkürzt.

Die Italiener zeigen, wie viel Spaß Sprit-Sparen macht

Wie viel Spaß man beim Sparen haben kann, zeigt eine Fahrt mit einem Fiat Bravo Prototypen. Dessen 1,4-Liter-Turbo-Benziner geht spritzig zur Sache. Seine 165 PS spürt man schon knapp unter 2000 Umdrehungen. Temperamentvoll hängt der Vierzylinder am Gas, reagiert auch bei hohen Drehzahlen willig. Und klingt dabei satt und nach mehr Hubraum. Fiat will die Technik flächendeckend einsetzen. Im September startet der Alfa Romeo MiTo mit einem 135-PS-Turbo. Der verfügt zudem über eine Start-Stopp-Automatik, dürfte unter fünf Liter verbrauchen und für knappe 17.000 Euro zu haben sein.

MultiAir ist auch beim Diesel denkbar

Zum ersten Fahrtest des neuen Spritspar-Systems stand ein Fiat Bravo zur Verfügung.

Bis Jahresende sollen ein stärkerer Turbo (170 PS) sowie ein Sauger mit 105 PS folgen. Ab 2010 dürfen auch Fiat und Lancia das Knauser-Trio einsetzen. Übrigens: Die MultiAir-Technik ist sogar beim Diesel denkbar. Dessen Einsparpotenzial soll bei rund zehn Prozent gegenüber den Common-Rail-Turbos betragen. Den absoluten Sparhammer wollen die Italiener für einen neuen Kleinwagen unterhalb des Pandas aufbewahren. Dessen Zweizylinder-MultiAir-Turbo soll ab 2012 mit 0,9 Liter Hubraum und 69 PS weniger als 3,4 Liter Benzin (80 g/km CO2) verbrauchen. Wenn das mal keine Revolution ist.

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Kommentare zum Artikel (38)

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rocketass
25.10.2009, 10:09Uhr

Herr von Guttenberg hatte recht, lasst Opel kaputt gehen, früher oder später gehen die eh Pleite. Ein zweites Holzmann brauchen wir nicht.


Fiat war immer ein gutes Auto, wir fahren schon seit 1981 diverse Uno, Punto, Grande Punto.

WIRSINDOPEL
08.09.2009, 18:49Uhr

WIR SIND OPEL!

ALFA ROMEO HAT MULTIAIR, UND IN DER ZUKUNFT AUCH FIAT, CHRYSLER, DODGE ZUND JEEP.

ABER WIR WOLLEN NICHT FIAT..NEEEEEEEEE!!

WEIL WIR SCHON MULTIFURZ MOTOREN HABEN.

OPEL MULTIFURZ - DEUTSCHE TECHNOLOGIE.

-WIRSINDOPEL-

Vincenzo
14.08.2009, 17:31Uhr

Mein Vater fuhr schon Fiat, meine Geschwister und ich ebenfalls. Alles supper Autos mit denen wir überall hingekommen sind ohne jemals Probleme gehabt zu haben. Mein nächstes Auto werde ich mir mit Multi air Technik kaufen, da ich der Fiat Gruppe voll vertraue. Es gibt nichts besseres auf dem Markt für so wenig Geld und auch nicht für mehr.

Vincenzo
14.08.2009, 17:10Uhr

Wahrheit! Wikipida ist so etwas wie die Bibel, da steht ja auch nur die Wahrheit drin

Mathias
14.08.2009, 12:44Uhr

@gmathol und andere:

Falsch! Die Common-Rail-Technologie wurde an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich erfunden – dann erst kam Fiat:

«Ende der 1980er Jahre begann, basierend auf den Ergebnissen der ETH, die Vorbereitung des Unijet-Systems. Die Anlage wurde von Magneti Marelli, dem Centro Ricerche Fiat und Elasis nach dem Prinzip Common Rail entwickelt.»

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