Erste Fotos vom neuen BMW 7er — 03.07.2008
Das ist der neue Siebener
Am 15. November rollt der neue 7er für mindestens 69.500 Euro zu den BMW-Niederlassungen. Größer und moderner, aber eben auch schlichter als sein Vorgänger. Die Highlights stecken unterm Blech.
Mehr Radstand für mehr Platz im Fond
Das Selbstbewusstsein, mit dem die Münchner Ingenieure die neue 7er-Generation entwickelt haben, ist dem großen BMW anzusehen. Zwar fehlen die extremsten Design-Schrägen des ersten Bangle-Entwurfs – mit seiner extrem groß geratenen Kühler-Niere, den extravagant gezeichneten Scheinwerfern und einem selbstbewusst-wuchtigen Heck gibt sich der 7er alle Mühe, aus der Masse der Luxus-Kreuzer hervorzustechen – ohne die konservative Kundschaft vor den Kopf zu stoßen. In Sachen Abmessungen steht er gut im Futter. 5,07 Meter ist die neue Generation lang. Das sind drei Zentimeter mehr als beim Vorgänger. Acht zusätzliche Zentimeter haben die BMW-Ingenieure beim Radstand rausgeholt – was ein bisschen mehr Beinfreiheit für Hintensitzer bedeutet. Einen Zentimeter verloren hat das Flaggschiff bei der Höhe. Die entsprechenden Li-Langversionen sind 14 Zentimeter länger als die Standard-Modelle.Der Siebener sieht auch im Dunkeln
Technisch haben die BMW-Entwickler so ziemlich alles ins Auto gepackt, was an Innovationen verfügbar war. Im Zentrum des Interesses standen dabei moderne Assistenzsysteme. Spurhalte- und Spurwechselassistent sind in dieser Klasse fast schon Pflicht, ebenso der adaptive Tempomat mit einem Bremsassistenten, der das Fahrzeug selbständig bis zum Stillstand abbremsen und auch wieder anfahren kann. Ein Head-Up-Display und ein Nachtsicht-System mit Personenerkennung runden das Hightech-Angebot ab. Einen neuen Anlauf nehmen die Bayern auch in Sachen Internet-Zugang. Der Versuch, die Bits und Bytes im Auto verfügbar zu machen, scheiterte 2001 schlicht an den zu langsamen Handynetzen. Im neuen 7er wirbt BMW wieder mit "uneingeschränkter Internet-Nutzung im Fahrzeug". Ob’s wirklich funktioniert, wird sich zeigen.Zwei Benziner, ein Diesel
Kräftig entrümpelt wurde die Inneneinrichtung des großen Bayern. Der große Navi-Bildschirm thront über der wuchtigen Mittelkonsole, die jetzt wieder mit einem Automatik-Wählhebel bestückt ist. Der iDrive-Knubbel kann optional auch als Keramik-Modell geordert werden und lässt sich mit frei belegbaren Direktwahltasten kombinieren. Ein frischer Wind weht auch hinter der aus Gründen des Fußgängerschutzes sehr steil stehenden BMW-Niere. Top-Modell ist zum Start am 15. November 2008 ein 4,4-Liter-Biturbo-V8 im 750i, der 407 PS leistet. Darunter rangiert ein ebenfalls doppelt aufgeladene Dreiliter-Sechszylinder im 740i, der mit 326 PS auch nicht gerade schwach auf der Brust ist. Einziges Diesel-Triebwerk ist der 245 PS starke Sechszylinder-Common-Rail-Selbstzünder, der den 730d anschiebt. Verwaltet wird die Kraft in allen Fällen von einer Sechsgang-Automatik. Außerdem immer mit an Bord: die Efficient-Dynamics-Spritsparmaßnahmen (Bremsenergie-Rückgewinnung und intelligente Steuerung der Nebenaggregate).Auf Wunsch lenkt die Hinterachse mit
Auch wenn der "Aus Freude am Fahren"-Slogan längst nur noch in den ewigen Werbe-Jagdgründen für Aufsehen sorgt, darf auch die neue 7er-Generation nicht ohne entsprechende Fahrspaß-Vorsorgemaßnahmen vom Hof. Die bekannte Aktivlenkung soll das Dickschiff flott durch Kurven dirigieren und in Verbindung mit den elektronisch einstellbaren Dämpfern und der elektronischen Wankstabilisierung die richtige Antwort auf jede Art von Fahrbahnbelag parat haben. Sahnehäubchen der Abteilung Fahrspaß ist die neue Hinterachslenkung, die, wie fast alles, was beim neuen 7er Spaß macht, extra bestellt werden muss. Da ist der Neue wie der Alte.| Modell | Leistung | Preis |
|---|---|---|
| 730d | 245 PS | 69.500 € |
| 740i | 326 PS | 75.500 € |
| 750i | 407 PS | 90.000 € |
| 740Li | 326 PS | 82.500 € |
| 750Li | 407 PS | 94.000 € |

































