Erste offizielle Fotos vom Mini Kombi

Erste offizielle Fotos vom Mini Clubman

— 26.07.2007

Willkommen im Club, man!

Die Single-Ikone wird zum Freizeitgefhrt: Ab 10. November 2007 gibt es den Mini als Kombi zu kaufen mit knapp vier Meter Lnge und schnen Design-Spielereien. Startpreis des schnieken Clubman: 19.900 Euro.

Mini und Kombi, klingt das nicht nach Widerspruch? Nicht wirklich, wie ein Blick in oktanreiche Geschichtsbcher zeigt. Mini verkaufte bereits in den Sixties einen Kombi und hatte schon damals keine Identifikationsprobleme mit dem Markennamen. Sondern Erfolg. BMW wird es heute mit dem aktuellen Mini nicht anders gehen, denn der neue Clubman ist nicht einfach nur ein verlngerter Mini. Bevor wir ins Detail gehen: Am 10. November 2007 kommt der Lademeister zum Hndler, bei Mini auch gerne Store genannt. Vieles ist bereits bekannt, eigentlich so ziemlich alles bis zur B-Sule. Der Cooper S hat wieder das statustrchtigste Nasenloch in der Motorhaube und ist mit seinem Vorderwagen geringfgig lnger als der Cooper.

Die Motoren wurden fr den Clubman berholt

Der Clubman bekommt das gleiche elektrische Glasschiebedach wie der Dreitürer.

Von wegen Lnge: 3958 Millimeter misst der Cooper S, 3937 der Cooper. Doch es kommt bekanntlich nicht nur auf die Lnge an, auch die Technik sollte stimmen. Der "Vereinsmann" startet zur Markteinfhrung mit den drei strksten Stcken, die sie im Programm haben. Der kompletten Cooper-Familie: 120-PS-Benziner, 175-PS-Turbo und verbrauchsarmer 110-PS-Common-Rail-Diesel. Obwohl die Aggregate erst ein Jahr alt sind, wurden sie fr den Clubman berholt. Neu sind jetzt Techniken von BMW, die ganz im Sinne der Umwelt wirken. Schaltempfehlungen fr den Fahrer, eingeblendet ins Display. Auerdem rstet Mini die Start-Stop-Technik bei den handgeschalteten Versionen nach. An roten Ampeln kommen die Vierzylinder komplett zur Ruhe, der Diesel soll so nicht mehr als 4,1 Liter verbrauchen, Cooper und Cooper S liegen bei 5,5 beziehungsweise 6,3 Liter Super. Wichtig ist fr Mini-Freaks traditionell das Thema Felgen: 16 Zoll ist aktuell das serienmige Maximum, 17 Zoll gibt es gegen Aufpreis. Bei Mini. Mehr bitte im Zubehrhandel.

Adventskalender-Effekt: gegenlufig ffnende Tr

Hier machen gegenläufige Türen bestimmt noch die ganz große Karriere.

Wenn wir schon bei der Karosserie-Kosmetik sind, so gibt es den Verlust eines imagetrchtigen Symbols zu betrauern: Die verchromte Blende des Cooper S mit den beiden Auspuffrohren in der Heckmitte gibt es nicht mehr. Ein Rohr links, das andere rechts und zwar bei Cooper und Cooper S. Der einzige Heck-Unterschied zwischen beiden Motorisierungen ist nur noch das aufgeklebte S. Und Blech ist bekanntlich geduldig. So weit, so gewhnlich. Weitaus ungewhnlicher fr einen Kombi ist das Trenkonzept. Vorne luft alles routiniert, am Heck spielt Mini die praktische Karte. Eine Flgeltr, niedrige Ladekante erleichtert das Einpacken, auf der Beifahrerseite startet der Wagen seine grte Show. Eine gegenlufig ffnende Tr mit dem Effekt eines Adventskalenders: Geht die Clubdoor auf, beginnt fr Mini-Fans Weihnachten. Die Sitzpltze im Fond knnen nmlich nur durch eine Tr bevlkert werden, diese findet sich auf der rechten Seite. Rechts? Bei einem Auto aus England? Ja; werten wir die Pfortenanordnung einfach als Zugestndnis an die Globalisierung. Die Mehrzahl der Fahrer dieser Welt bewegen sich nunmal auf der rechten Straenseite.

Fond-Fahrgste knnen in diesen Lndern bei in Fahrtrichtung geparkten Fahrzeugen sicher am Brgersteig ein- und aussteigen. Was bleibt, ist ein internationaler Kompromiss: Die Tankklappe ist weiterhin links, Vorteile ergeben sich hier nur in England. Internationale Anerkennung wird der Kofferraum ernten. Der dreitrige Mini bot mit einem Laderaumvolumen von 150 Liter nur ein symbolisches Staufach: Reitstiefel und eine Jacke, schon war der Wagen voll. Der Rest blieb auf den Fondsitzen oder zu Hause. Nun bemhen sich je nach Lehnenposition zwischen 260 und 930 Lade-Liter um den standesgemen Transport von Freizeitartikeln. Schweinehlften wird wohl keiner einladen wollen, hchstens feine Kalbsschnitzel vom Schickimicki-Metzger. Bleibt noch ein trauriger, letzter Punkt: der Preis. Mehr Mini kostet auch mehr Geld, leider.

Der Clubman-Eintritt kostet 19.900 Euro und damit 2100 Euro mehr als ein normaler Cooper. Damit knnte man grundstzlich gut leben. Dass aber kein ebener Ladeboden inklusive ist, sondern in Form eines doppelten Bodens extra bezahlt werden muss, ist typisch Mini. Und nicht cool, sondern einfach nur kleinkariert. Lesen Sie dazu die Titelgeschichte von Margret Hucko in AUTO BILD 31/2007, ab 3. August am Kiosk!

Autor: Nikolaus Eickmann

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