ESP- und Gurtmuffelquote 2009 — 30.07.2010

Gutes Jahr für Sicherheit

Die ESP-Quote steigt, die Zahl der Gurtmuffel sinkt. 2009 war ein gutes Jahr für die Sicherheit. Zumindest in Deutschland. Bei unseren Nachbarn ist ESP längst nicht Standard.

Deutsche Autofahrer sind relativ sicher unterwegs. Das beweisen gleich zwei unabhängig voneinander veröffentlichte Studien. Nummer 1 stammt von Bosch und beschäftigt sich mit der Verbreitung von ESP in Fahrzeugen in Europa. Der ESP-Anteil ist demnach 2009 in Europa von 55 auf 60 Prozent gestiegen. Das lag dies insbesondere am starken Zuwachs bei Kleinwagen (B-Segment), die früher fast ausschließlich ohne Schleuderschutz ausgeliefert wurden. In diesem Segment stieg die ESP-Quote in den fünf größten Märkten Europas innerhalb eines Jahres von 23 auf 39 Prozent. Dagegen sank der ESP-Anteil bei Kleinstwagen (A-Segment) wegen der überdurchschnittlich starken Nachfrage nach sehr preiswerten Fahrzeugen von 20 auf 17 Prozent. Und dort gehört ESP noch lange nicht zum Standard. In zwei Ländern war dadurch die Gesamtquote um jeweils einen Prozentpunkt – in Deutschland auf 80 und in Frankreich auf 41 Prozent – rückläufig. Deutschland gehört mit 80 Prozent beim ESP-Anteil trotzdem zu den Spitzenreitern: Nur in Schweden sind Autofahrer mit 99 Prozent häufiger mit ESP unterwegs. In Spanien stieg die ESP-Quote auf jetzt 72, in Italien auf 56 Prozent.

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Eine weitere Studie bescheinigt den deutschen Autofahrern außerdem ein gestiegenes Sicherheitsbewusstsein. Laut der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ist die Zahl der Gurtmuffel weiter rückläufig. 2009 legten 98 Prozent der erwachsenen Autofahrer (vorn) den Gurt an, ein Prozent mehr als 2008. Dabei liegt die Quote auf der Autobahn bei 99 Prozent, in der Stadt legen 97 Prozent regelmäßig den Gurt an. Im Fond nutzen nur 96 Prozent der Insassen den Sicherheitsgurt, immerhin zwei Prozent mehr als 2008. Außerdem sichern die Deutschen ihre Kinder besser: Der Anteil der Nutzer spezieller Schutzsysteme für Kinder – also geeignete Kindersitze – stieg innerhalb eines Jahres vom 77 auf 84 Prozent.

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