Essen Motor Show 2005, Teil 2

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Essen Motor Show 2005, Teil 2

— 28.11.2005

Essener Allerlei

Weiter geht der Messe-Rundgang: diesmal über den Nürburgring, vorbei an Design-Studien, fetten Felgen und anderen Tuning-Delikatessen.

Ring-Legenden und Lowride-Action

Der Nürburgring liegt in Essen. Moment mal! Kriegen wir da nicht was durcheinander? Nicht unbedingt. Für zehn Tage ist diese Aussage durchaus haltbar. Genau gesagt befindet sich die wohl legendärste Rennstrecke der Welt sogar unter der Erde. Im Keller des Essener Messegeländes. Im Show-Center der 38. Essen Motor Show, dem magnetischen Anziehungspunkt für europäische Tuning-Freunde.

Eröffnet am 27. Juni 1927, haben sich seit fast 80 Jahren Generationen von Rennwagen über die heute 20,8 Kilometer lange Nordschleife katapultiert. 20 von ihnen sind auf der Ausstellung "Grüne Hölle – Faszination Nürburgring" in der Essener Unterwelt zu sehen. Vom Mercedes-Benz S aus dem Jahre 1927 bis zum Jüngling BMW M3 GTR von 2004/2005.

Der Weg hinab lohnt sich auch aus anderen Gründen: Gleich nebenan warten verspielte Fantasy-Cars und weitere motorsportliche Schmuckstücke auf Bewunderer. Concept-Cars, Design-Studien aus aller Welt, Edel-Klassiker, Dream-Bikes, Dragster-Unikate – das Auge fährt mit im Messe-Keller. Auch auf den Bildschirmen der aufgestellten PS2-Konsolen, die in diesen Tagen zwischen 10 und 18 Uhr keine Ruhe finden.

Doch was ist das? Von der benachbarten Tribüne vor der Showbühne klingen spärlicher Beifall und ein paar Pfiffe herüber. Ein bißchen weiter hätten die Tunings-Sisters nun wirklich blank ziehen können. Meint zumindest das überwiegend junge Publikum. Gabriel (18) aus Hilden und Thomas (17) aus Düsseldorf ist es egal. Sie schweben auf Wolke sieben, nachdem sie von den Lowridern der Showtime Hydraulics in einem neongrünen Rekord 1200 durchgeschüttelt wurden.

Feinste Felgen und cleanste Karrossen

Das Geschehen im Show-Center ist Symbol für das alljährliche Tuning-Treffen im Pott. Der Mix macht's auch hier. Der Mix aus Nostalgie und Moderne, aus Freakshow und Seriösität, aus Kleinteilen zum Mitnehmen und Luxus-Limousinen zum Träumen. Die Mischung aus Bitte nicht berühren und Basar-Stimmung, aus Neuem und Altbewährtem. Essener Allerlei sozusagen.

Ein Stockwerk höher im Erdgeschoß ist es ähnlich. Abseits der großen Hallen, wo die Hersteller ihre Weltpremieren feiern, stehen Oldtimer und Classic-Cars und alles, was das Herz des tüchtigen Tuners begehrt: feiste Felgen, jede Menge Airrides, cleanste Karrossen, haufenweise Klarglasleuchten. Dazu die Anleitung zu fettem Sound und kraftvoller Linienführung.

570 Aussteller – von A wie A-One Car Parts Michael Kellermanns bis Z wie Peter Zuhl – präsentieren sich in Essen der Öffentlichkeit. Selbstredend mit dabei, ganz oben in Halle 7.1: AUTO BILD mit der größten Carrera-Bahn Europas (90 Meter lang). Die Töchter AUTO BILD MOTORSPORT, AUTO BILD SPORTSCARS und AUTOTUNING residieren in Halle 11. Quasi überall steckt die Prominenz, und zwar nicht nur die motorsportliche: Formel-1-Shootingstar Nico Rosberg, DTM-Vizechampion Mattias Ekström, Rallye-Lady Jutta Kleinschmidt und Schauspielerin Alexandra Kamp schau(t)en bei der Motor Show herein.

Keine leichte Aufgabe, bei derlei viel Sehenswertem die Aufmerksamkeit auf das ernste Thema Fahrsicherheit zu lenken. Das Bundesverkehrsministerium und der Verband Deutscher Automobil Tuner (VDAT) schaffen's in Halle 11, Stand 406, trotzdem – mit der Aktion "Tune it! Safe!". Sicher Tunen, sicher Fahren, sicher Auffallen, heißt das Motto der Kampagne, der sich u.a. die Dekra, der AvD, die Polizeit Nordrhein-Westfalen und viele namhafte Tuner angeschlossen haben. Auch das gehört zu einem guten Mix.

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