EU-Automarkt

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— 18.09.2002

Autos in Dänemark werden teurer

In Deutschland wird es auch mit der Liberalisierung des Kfz-Markts voraussichtlich keine Autos zum Schnäppchenpreis geben.

Autos werden in Deutschland nach Ansicht des Verbandes des Europäischen Kraftfahrzeuggewerbes (Cecra) mit der Liberalisierung des EU-Automarktes nicht billiger. Vielmehr würden sich die Preise für Neuwagen in Europa auf das deutsche Niveau einpendeln, sagte Cecra-Präsident Jürgen Creutzig auf der Messe "Automechanika" in Frankfurt. Noch seien die Preise europaweit sehr verschieden, es gebe Unterschiede bis zu 30 Prozent. Die Cecra erwartet, dass die Autopreise in kleinen Märkten wie etwa Dänemark so lange steigen, bis die Wagen dort genauso teuer sind wie in großen Märkten, etwa Deutschland.

Am 1. Oktober tritt die Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) in Kraft, die es Autohändlern erlaubt, Autos unterschiedlicher Hersteller anzubieten. So kann etwa ein Mercedes-Händler auch Wagen von BMW oder Audi in sein Sortiment aufnehmen. Damit ist u.a. die Erwartung verbunden, dass die Preise für Neuwagen wegen des stärkeren Wettbewerbs sinken.

Die GVO wird es nach Ansicht der Cecra dem Mittelstand der Autohändler aber eher schwer machen. "Etwa jeder fünfte Händler europaweit wird davon profitieren und größer werden", sagte Creutzig. "Die restlichen der insgesamt 108.000 Vertragshändler in Europa werden allerdings nicht mehr so viele Autos wie bisher verkaufen können und kleiner werden." Die Cecra vertritt Händler, Werkstätten und Tankstellen der Europäischen Union.

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