EU bekämpft toten Winkel

Spiegel gegen den toten Winkel

EU bekämpft toten Winkel

— 08.06.2007

Neue Spiegel braucht das Land

Seit 2006 sind Weitwinkelspiegel bei neuen Lkw Pflicht. Die EU beschloss nun: Ältere Brummis müssen nachgerüstet werden.

Bis 31. März 2009 müssen ältere Lkw mit einem zusätzlichen Spiegel nachgerüstet werden, der den toten Winkel von 17 Grad auf vier Grad verkleinert. Darauf haben sich EU-Parlament und -Rat jetzt geeinigt. Herkömmliche Spiegelsysteme schränken das Sichtfeld der Lkw-Fahrer erheblich ein. Fußgänger, Rad- und Motorradfahrer werden leicht übersehen. Untersuchungen haben ergeben, dass Weitwinkelspiegel und Nahbereichsspiegel oder Kameraüberwachung die Sicherheit erhöhen und Unfälle verhindern.

Ein neues Spiegelsystem wird den Spediteur rund 150 Euro kosten.

"Mit der Neuregelung können jährlich etwa 400 Menschenleben gerettet werden", sagt Michael Cramer, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament. Bei Neufahrzeugen sind Weitwinkelspiegel seit vergangenem Jahr Pflicht. "Das reicht nicht aus. Wichtig ist vor allem, auch die im Verkehr befindlichen Lastwagen auszustatten", so Georg Jarzembowski, Sprecher der Christdemokraten im Verkehrsausschuss des EU-Parlaments. Die Spiegel kosten etwa 150 Euro. Deshalb ermahnt Jarzembowski die Spediteure: "Sie müssen die Frist nicht ausnutzen! Sie können vorzeitig die Lkw mit den neuen Spiegeln nachrüsten. Jeder dürfte das Interesse haben, Unfälle zu vermeiden." Die Richtlinie gilt nur für Fahrzeuge der Klassen N2 (3,5 bis zwölf Tonnen) und N3 (mehr als zwölf Tonnen), die nach dem 1. Januar 2000 zugelassen wurden. Um sicherzustellen, dass die Lkw über ein ordnungsgemäßes Sichtfeld verfügen, sind regelmäßige technische Überwachungen in allen Mitgliedsstaaten vorgesehen.

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