EU-Führerschein

— 30.11.2012

Neue Richtlinie ab 2013

Ab 19. Januar 2013 gilt die "EU-Führerscheinrichlinie 3". Doch was ändert sich bei der Fahrerlaubnis mit den neuen Vorschriften aus Brüssel? Wir sagen es Ihnen.



Früher war alles ganz einfach: Prüfung bestehen, den Führerschein entgegennehmen und fahren bis in alle Ewigkeit. Doch die Europäische Union hat sich etwas Neues ausgedacht: Am 19. Januar 2013 tritt die sogenannte "dritte EU-Führerscheinrichtlinie in Kraft". Das bringt einige Veränderungen mit sich, teilt der TÜV Rheinland mit. So sind künftig alle Führerscheine, die Behörden ab dem 19. Januar erteilen oder verlängern, unabhängig von der Art der Fahrerlaubnis automatisch auf 15 Jahre befristet. Danach muss das Dokument umgetauscht werden.

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Auch beim Ersatz eines verlorengegangenen "Lappens" wird dann nur noch der neue, zeitlich limitierte EU-Kartenführerschein ausgegeben. Allerdings handelt es sich beim Umtausch um einen reinen Verwaltungsakt: Der Führerscheinbesitzer muss weder zum Arzt oder sonstige Hürden überwinden. Die EU will mit dem regelmäßigen Austausch dafür sorgen, dass das Lichtbild immer auf einem halbwegs aktuellen Stand ist.

Auf einen Blick: Alles zum Thema Führerschein

Alle vor dem 19. Januar 2013 ausgehändigten Führerscheine bleiben bis zum 18. Januar 2033 gültig. Erst dann müssen sie getauscht werden. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um einen Karten- oder Papierführerschein (auch aus der ehemaligen DDR) handelt. Eintragungen auf dem neuen Führerschein stellen sicher, dass erworbene Besitzstände – etwa der alten deutschen Führerscheinklassen 1 (Motorräder), 2 (Lkw) oder 3 (Pkw) – bei der Ausstellung eines neuen Führerscheins erhalten bleiben. Diese Regelung greift auch dann, wenn das Dokument nach einem Verlust vorzeitig neu beantragt wird. Der Besitzer der Fahrerlaubnis sollte aber darauf achten, dass erworbene Fahrlizenzen umgetragen werden.

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Gleichzeitig hat die EU die bisherigen Führerscheinklassen teilweise neu geordnet. Die bisher recht chaotischen Regeln für das Fahren mit Anhänger werden laut TÜV Rheinland vereinfacht: Künftig dürfen bei Anhängern mit mehr als 750 Kilogramm zulässiger Gesamtmasse (zGM) mit der Führerscheinklasse B grundsätzlich Zugkombinationen bis 3,5 Tonnen gefahren werden. Die zGM des Zugwagens und des Trailers werden einfach addiert. Wer noch dickere Brocken an den Haken hängen will, muss sich zum Führerschein der Klasse B die neue Schlüsselzahl 96 eintragen lassen (keine eigene Fahrzeugklasse!). Dann dürfen Zugkombinationen von mehr als 3,5 bis maximal 4,25 Tonnen zulässiger Gesamtmasse gefahren werden. Voraussetzung hierfür ist eine theoretische und praktische Fahrschulung von mindestens sieben Stunden, jedoch keine separate Prüfung. Für schwere Anhänger bis 3,5 Tonnen ist wie bisher ein Führerschein der Klasse BE Voraussetzung. Wer darüber hinaus Anhänger über 3,5 Tonnen mit einem Zugfahrzeug der Klasse B ziehen will, benötigt die Fahrerlaubnisklasse C1E. Hier darf die zulässige Gesamtmasse der Kombination zwölf Tonnen nicht überschreiten.






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