Galileo

EU-Länder prüfen Navigationskosten

— 13.04.2011

Galileo soll abspecken

Mit dem Satelliten-Navigationssystem Galileo soll Europa unabghängiger von den USA werden. Nun explodieren allerdings die Kosten. Die EU-Länder überlegen, das Projekt abzuspecken. Eine Blamage?

Die Mitgliedsländer der Europäischen Union (EU) prüfen, Abstriche beim Satelliten-Navigationssystem Galileo zu machen. Denkbar sei laut Bundesregierung, dass auf die eine oder andere Anwendung verzichtet werde. Grund für diese Überlegungen sind explodierende Kosten. Ursprünglich waren für das gesamte Projekt 3,4 Milliarden Euro veranschlagt, jetzt sollen in den Jahren 2014 bis 2019 weitere 1,9 Milliarden dazukommen Mit Galileo will sich Europa vom amerikanischen GPS unabhängig machen. Denn bisher liefert das US-System die Daten für Navigationssysteme. Aber auch für das Militär, weshalb Europa schon seit Längerem unabhängiger werden will.

Der Europaabgeordnete Markus Ferber will daher an Galileo festhalten: "Mit der Aufgabe dieses Großprojekts würde sich Europa bis auf die Knochen blamieren. Die EU braucht ein eigenständiges Navigationssystem", so der CSU-Mann. Indes rechnet kaum noch jemand damit, dass Galileo wie geplant ab 2019 den Betrieb aufnimmt.

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