EU-Neuzulassungen im Februar

EU-Neuzulassungen im Februar

— 12.03.2004

Spanien reißt Europa raus

Mit dem europäischen Automarkt geht es aufwärts. Spanien und England glänzen im Februar, Deutschland humpelt hinterher.

Nach dem schwachen Jahresstart verspürt der europäische Automarkt wieder eine leichte Erholung. Während die Nachfrage in Deutschland, Italien und Frankreich auch im Februar noch rückläufig war, verzeichneten u.a. Spanien und Großbritannien deutliche Zuwächse bei den Pkw-Neuzulassungen. Vor allem die Hersteller aus Japan und Korea setzten ihren Aufwärtstrend fort, Autos "made in Germany" fanden dagegen noch nicht den erhofften Absatz.

Die Zahl der Neuzulassungen sei in Europa im Vergleich zum Vorjahresmonat um zwei Prozent auf 1,03 Millionen gestiegen, teilte die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) in Brüssel mit. Spanien konnte nach den ACEA-Zahlen im Februar ein Neuzulassungsplus von satten 22,5 Prozent verbuchen, Großbritannien erreichte einen Zuwachs von 3,8 Prozent. Deutschland (224.096, minus 2,8 Prozent), Italien (minus 2,2 Prozent) und Frankreich (minus 2,7 Prozent) hinken hinterher.

Trotz der weiter rückläufigen Zulassungen glaubt der Verband der Automobilindustrie (VDA) beharrlich an eine Belebung des deutschen Marktes. Der Branchenverband erwartet hier zu Lande noch in diesem Jahr 3,35 Millionen Neuzulassungen, immerhin ein Plus von drei Prozent. VW-Chef Bernd Pischetsrieder sieht das anders: "Wir haben uns in den vergangenen zwei Jahren auf zu optimistische Prognosen verlassen." Er rechnet in diesem Jahr nicht mehr mit einem nennenswerten Aufwärtstrend. Mit 432.308 Neuzulassungen in den ersten zwei Monaten dieses Jahres liegt der deutsche Markt derzeit 7,7 Prozent hinter dem Vergleichszeitraum 2003.

Volkswagen, dessen Hoffnungsträger Golf V bislang nicht wie erwartet verkauft wird, verzeichnete im Februar nach ACEA-Zahlen einen Absatzrückgang in Europa um rund ein Prozent auf 178.500 Autos. Auch DaimlerChrysler musste Absatzeinbußen hinnehmen (minus 6,2 Prozent), BMW legte dagegen 1,4 Prozent zu. Ihren positiven Trend fortsetzen konnten die japanischen und koreanischen Autohersteller – mit zweistelligen Zuwachsraten. Unter den Japanern war Mazda Spitzenreiter mit einem Plus von 46,5 Prozent, Toyota (mit Lexus) verkaufte rund 20 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

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