Falsche CO2-Werte: Um diese Autos geht es

EU-Neuzulassungen: VW verliert

— 17.11.2015

VW verkauft weniger Autos

Der Absatz von Volkswagen-Autos ist in der EU entgegen dem allgemeinen Trend zurückgegangen. Ursache könnte der Abgasskandal sein.

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(dpa) Mitten in der Aufarbeitung des Abgasskandals muss Volkswagen Absatzrückgänge hinnehmen. Im Oktober 2015 sanken die Auslieferungen des Marktführers in der EU gegen den Trend. Das Minus des Konzerns lag bei 0,5 Prozent auf knapp 277.000 Fahrzeuge, wie der Branchenverband Acea mitteilte. Zwischen Bestellung und Auslieferung der Autos liegen aber meist mehrere Wochen oder sogar Monate. Deswegen könnte sich der Skandal um manipulierte Abgastests, der Mitte September bekannt wurde, in den kommenden Monaten noch stärker auf die Auslieferungen niederschlagen.

Abgasskandal bei VW: Fragen und Antworten

Worum geht's beim Abgasskandal?

Mitte September 2015 erhebt die US-Umweltbehörde EPA schwere Vorwürfe gegen Volkswagen. Zunächst heißt es, VW habe beim Motor EA 189 (1.2, 1.6 und 2.0 TDI) eine Software eingesetzt, die den Ausstoß schädlicher Abgase auf dem Prüfstand drosselt, im Normalbetrieb aber nicht. VW gibt das zu.

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Im einzelnen ging der Absatz der Konzern-Kernmarke VW mit Modellen wie dem Golf und dem Passat im Oktober in der EU im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,2 Prozent zurück. Die spanische Tochter Seat verzeichnete ein Minus von 11,4 Prozent, Skoda lag bei minus 2,6 Prozent. Dagegen gab es für Audi einen Zuwachs von 4,1 Prozent, für Porsche ein Plus von 13,9 Prozent.

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Weltweit hat VW 5,3 Prozent weniger Autos verkauft

VW selbst hatte bereits am 13. November 2015 Absatzzahlen vorgelegt. Demnach wurden im Oktober weltweit 5,3 Prozent weniger Wagen der Kernmarke VW verkauft als ein Jahr zuvor. "In Westeuropa wirkten sich die in einigen Ländern ausgesprochenen, vorübergehenden Verkaufsstopps für von der Dieselthematik betroffene Fahrzeuge in den Verkäufen aus", hatte VW-Markenvorstand Jürgen Stackmann gesagt. Bei allen Konzernmarken betrug das Minus 1,7 Prozent auf knapp 8,26 Millionen Fahrzeuge.

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Insgesamt legte der EU-Automarkt um 2,9 Prozent zu

Daimler legte in Europa um satte 21 Prozent zu.

Insgesamt stieg die Zahl der neu zugelassenen Pkw in der Europäischen Union im Oktober um 2,9 Prozent auf rund 1,1 Millionen Autos. Das war zwar der 26. Anstieg in Folge. Allerdings ging das Wachstumstempo deutlich zurück. Auf die ersten zehn Monate bezogen stand ein Plus von 8,2 Prozent auf rund 11,5 Millionen Autos.

Die anderen deutschen Autobauer gewannen im Oktober in der EU deutlich hinzu. Daimler steigerte die Auslieferungen um 21 Prozent, BMW legte um 13,4 Prozent zu. Die Absatzentwicklung in den einzelnen EU-Ländern war unterschiedlich. Deutschland und Frankreich legten moderat zu. Besonders kräftig stiegen die Verkäufe in Spanien und Italien, während die Verkäufe in Großbritannien schrumpften.

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